| Hauptstadt | Wellington |
| Fläche | 268.680 km² |
| Einwohnerzahl | 4.035.461 |
| Währung | NZD (Neuseeland Dollar) |
| Zeitzone | UTC+12 (April–September) bzw. UTC+13 (Oktober–März) |
| Amtssprache | Englisch und Māori |
Neuseeland ist ein unabhängiger Staat mit einer parlamentarischen Monarchie, die sich am britischen Vorbild orientiert. Es gibt hier jedoch seit 1950 nur eine Kammer und kein Oberhaus, sondern nur das „House of Representatives“ mit dem Prime Minister. Queen Elizabeth II. ist das Staatsoberhaupt und wird vor Ort durch einen ernannten Generalgouverneur repräsentiert.
Neuseelands Regierungssitz und Sitz des Parlaments ist in Wellington.
Es wird angenommen, dass Neuseeland erstmals 950 n. Chr. von den Polynesiern, die mit dem Kanu ankamen, besiedelt wurde. Zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert wurde es dann in mehreren Einwanderungswellen besiedelt und die Nachkommen dieser ersten Einwanderer begründeten die Maori-Kultur. Diese Kultur lebte in Neuseeland bis der erste Europäer, Abel Tasman, auf der Südinsel 1642 landete. Er war auf der Suche nach dem „Großen südlichen Land“, weil hier wertvolle Rohstoffe vermutet wurden.
Die nächsten Europäer, die ihren Fuß auf Neuseeland setzen sollten kamen mit Cook’s Schiff im Oktober 1769 an. Von nun an folgten weitere Schiffe, die anfangs zumeist nur Schifffahrer und Waljäger nach Neuseeland brachten. Ab 1814 brachten dann jedoch Missionare auch Schafe, Rinder, Kühe und Pferde ins Land, so dass sie es richtig besiedeln können. Dies führte bald zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den Maori und den Weißen. Diese Unruhen dauerten an, bis die englische Krone im Jahre 1833 James Busby nach Neuseeland schickte, damit er die Streitigkeiten beendet. Seine Bemühungen waren jedoch nur von mäßigem Erfolg, wenngleich 1835 34 Häuptlinge von der Nordinsel eine Unabhängigkeitserklärung unterschrieben und somit sich zu den "United Tribes of New Zealand" zusammenschlossen.
Diese Quasi-Herrschaft der Maori hielt jedoch nicht lange an, denn 1840 zwingt die britische Krone den Maoris mit dem Vertrag von Waitangi die Oberhoheit auf. Dieser Vertrag stellte die Maori mit allen Rechten unter den Schutz der Krone und sicherte gleichzeitig Großbritannien die Souveränität über Neuseeland zu.
Nachdem sich das Land 1901 gegen einen Beitritt zum Commonwealth of Australia aussprach, erlangte es 1907 den Status eines britischen Dominions und ist seit 1947 unabhängig.
Neuseeland gehört zu den eher dünner besiedelten Ländern der Erde, wenngleich es eine dichtere Besiedelung als Australien aufweist. Die Bevölkerung ist hierbei jedoch sehr ungleichmäßig auf die verschiedenen Landesteile aufgeteilt. Auf der eigentlich größeren Südinsel leben nur gut eine Million Menschen wobei über drei Millionen Menschen auf der kleineren Nordinsel leben. Hier ist der größte Ballungsraum Auckland, in dem etwa 1,3 Millionen Menschen ihren Wohnsitz haben. Neuseeland hat einen Urbanisierungsgrad von 86 Prozent, so dass man sagen kann, dass es ein Land mit einer prozentual hohen Stadtbevölkerung weltweit gesehen ist.
Die Bevölkerungswellen Neuseelands spiegeln sich heutzutage in der ethnischen Zusammensetzung wider. Der größte Teil der Bevölkerung sind Neuseeländer europäischer Abstammung mit etwa 75 Prozent der Bevölkerung. Sie leben mindestens seit der dritten Generation in Neuseeland und entstammen größtenteils Großritanniens, aber auch Polen, Deutschland, Italien und den Niederlanden.
Die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe sind mit 14,7 Prozent die polynesich-stämmigen indigenen Einwohner – die Maori. Die drittgrößte Gruppe bilden heutzutage die Asiaten, die etwa 6,6 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Danach folgen die Chinesen mit 2,8 Prozent und die Inder mit 1,7 Prozent.
Neben der Amtssprache Englisch gibt es in Neuseeland auch noch die Sprache der Maori, die zwar in Schulen gelehrt wird, jedoch selten im Alltag gesprochen wird. Aber auch die Neuseeländische Gebärdensprache ist als eigenständige Amtssprache akzeptiert, was weltweit einmalig ist.
Bezüglich des englischen Dialekts ist zu sagen, dass er mit dem australischem Englisch verwandt ist, jedoch unterscheidet er sich in der Betonung einiger Vokale und Wörter. Die Neuseeländer sprechen nämlich das englische „e“ immer wie beim englischen Wort „six“ aus.
Zusätzlich zu den genannten drei Amtssprachen gibt es in Neuseeland noch zahlreiche andere Sprachen wie zum Beispiel Chinesisch, Samoanisch, Französisch und Deutsch, welche durch die vielen Einwanderer ins Land gebracht wurden.
In Neuseeland gibt es im Vergleich mit etwa 24 Prozent der Gesamtbevölkerung sehr viele Atheisten. Das Christentum ist hier mit weiteren 24 Prozent die vorherrschende Religion. Es folgen die Presbyterianische Kirche (18 Prozent) und die drittgrößte christliche Konfession bildet schließlich die Römisch-Katholische Kirche mit circa 15 Prozent in der Bevölkerung. Es gibt jedoch auch kleinere christliche Gruppierungen wie zum Beispiel die Methodisten mit unter fünf Prozent und die Baptisten mit etwa 2 Prozent.
Bei den Maori ist die neuseeländische Ratana-Kirche eine verbreitete Religion. Hinzu kommen einige kleinere Religionsgruppen wie der Buddhismus, Hinduismus und der Islam, aber auch vereinzelte jüdische Gemeinden kann man in Neuseeland finden.
Es ist empfehlenswert, dass man beim Planen der Rundreise immer etwas mehr Zeit einplant. Während der Fahrt bietet sich einem oft die Gelegenheit Umwege zu schönen Aussichtspunkten zu nehmen oder gar anstatt der direkten Strecke eine zwar schönere Route mit „Scienic Views“ zu nehmen, die jedoch oftmals länger ist.
Weiterhin ist nur noch anzumerken, dass das Meer im Gegensatz zu dem von Australien recht frisch ist. Obwohl sich das Schwimmen mit den Delphinen mit sicherheit lohnt, ist jedem zu empfehlen, eine solche Tour lieber im Australien zu unternehmen. Denn nur so lassen sich die Delphine wirklich genießen bzw. ist man hinterher für den Rest der Reise nicht krank.