Kurzinfos

HauptstadtWashington
Fläche9.629.091 km²
Einwohnerzahl295.734.134
WährungUSD (US-Dollar)
AmtsspracheEnglisch

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Politik

Die USA gilt als ältestes demokratisches "Experiment" der Neuzeit und besitzt seit ihrer Gründung 1776 ein politisches System, das sich neuen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Entwicklungen immer wieder flexibel anzupassen wusste.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts überflügelten die USA mit ihrer landwirtschaftlichen und industriellen Produktion die anderen Industrienationen. Durch ihre für den Ausgang jeweils entscheidende Beteiligung an den beiden Weltkriegen stiegen sie zur Groß- bzw. Weltmacht auf, die wirtschaftlich und militärisch die Führungsrolle innerhalb der westlichen Vertrags- und Bündnissysteme einnimmt.

Diese Entwicklung haben die USA nicht nur dem Zerwürfnis der europäischen Staaten zu verdanken, sondern auch ihrer eigenen inneren politischen und wirtschaftlichen Beschaffenheit.

Die Amerikanische Verfassung

Die gesamte politische Struktur baut auf der Verfassung der USA auf. Dies ist das Dokument, an dem sich alle Gesetze, Gerichtsurteile, Politiker sowie Bürger, orientieren und orientieren müssen. Am 4. Juli 1776 sagten sich die einstigen britischen Kolonien von England los und erklärten ihre Unabhängigkeit. Der "Kontinentale Kongress" ersann einen verpflichtenden und konkreten Vertragsentwurf - später wurde daraus die Verfassung. Der Entwurf wurde formal im Jahre 1787 akzeptiert und benötigte zur Ratifizierung die Unterschrift von neun Staaten. Delaware war der erste Staat, daher sein Beiname "The First State". Pennsylvania, New Jersey, Georgia, Connecticut, Massachusetts, Maryland, South Carolina und New Hampshire folgten als bald.

Offizielles Inkrafttreten der Amerikanischen Verfassung der 4. März 1789. Im Jahr 1791 kam es aufgrund der Verfassungspraxis zu den ersten Ergänzungen, den Zusatzartikeln (Amendments). Zehn an der Zahl und "Bill of Rights" genannt. Diese betrafen die persönliche Freiheit des Menschen, die Redefreiheit, die Pressefreiheit, die Religionsfreiheit und vieles mehr. Die heutige Verfassung hat insgesamt 27 Zusatzartikel.

Gewaltenteilung auf nationaler Ebene

Das Regierungssystem ist präsidentiell. Das bedeutet, dass Exekutive und Legislative streng voneinander getrennt sind. Ein Regierungsmitglied darf kein Parlamentsmandat besitzen. Andersherum darf kein Parlamentarier der Regierung angehören. Da der Präsident direkt vom Volk gewählt wird, darf das Parlament ihn aus politischen Gründen nicht absetzen. Auch der Präsident hat nicht das Recht das Parlament aufzulösen. Die Exekutive, das bedeutet die ausführende Gewalt, hat der Präsident inne. Er hat die Aufgabe die Einhaltung der Gesetze zu kontrollieren. Die Legislative wird durch den Kongress wahrgenommen und hat die Aufgabe Gesetze zu entwerfen. Die Judikative wird durch den Obersten Gerichtshof (Supreme Court) symbolisiert. Er interpretiert die Gesetze und garantiert die Konformität zur Verfassung.

Der amerikanische Präsident

Der Präsident wurde in der Verfassungspraxis zum obersten Symbol für die Exekutive, da die Verfassung für ihn bestimmt: Es ist des Präsidenten Pflicht "to take care that the laws be faithfully executed." Somit steht der Präsident an der Spitze vieler Regierungsbehörden, die selbst so in der Verfassung nicht auftauchen.

Zur Zeit der Verfassungsgebung war eine solche Organisationsstruktur einfach nicht abzusehen. Trotz der großen Macht des Präsidenten benötigt er Zustimmung anderer Regierungseinheiten. Zum Beispiel kann der Präsident keinem Staat den Krieg erklären. Er bedarf nach dem Gewaltenteilungsprinzip dazu die Zustimmung des Kongresses. Dieser besteht aus Abgeordneten verschiedener Parteien. Eine Amtsperiode des Präsidenten dauert 4 Jahre. Er wird vom Volk direkt über Wahlmänner gewählt. Danach darf er sich noch ein weiteres Mal zur Wiederwahl stellen. Danach, so schreibt es die Verfassung vor, darf er sich für das höchste Amt im Staat nicht mehr aufstellen lassen. Der amerikanische Präsident ernennt Minister, die Bundesrichter und Bundesbeamte. Zu seinen Pflichten gehört es, die Beschlüsse des Kongresses in die Tat umzusetzen. Er hat jedoch nur ein suspensives sprich aufschiebendes Vetorecht. Kommt also ein Gesetz zur Wiedervorlage in den Kongress und wird mit einer Zweidrittelmehrheit dort angenommen, so ist das Gesetz verabschiedet und sein Veto hinfällig.

Dem Präsidenten steht ferner nicht das Recht zu, eigene Gesetzesvorschläge einzubringen. Er kann dies nur indirekt über einen Parlamentarier einbringen, da der Präsident in den meisten Fällen einer der beiden großen Parteien (Democrats oder Republicans) angehört.

Der Supreme Court

Der Supreme Court ist der Oberste Gerichtshof in den USA. Der Supreme Court kann nur auf Anrufung tagen, nicht aber auf Eigeninitiative. Ihm untergeordnet sind drezeit 13 Berufungsgerichte und 95 Bezirksgerichte.

Der Supreme Court überwacht die verfassungsmäßigen Rechte der Bürger und der Bundesstaaten. Er kontrolliert alle Handlungen des Präsidenten und des Kongresses. Die neun Richter des Supreme Courts sind befugt, über alle Fragen, die die Verfassung betreffen, mitzubestimmen. Sie dürfen ferner Gesetzentwürfe des Kongresses zurückweisen. Die Mitglieder des Supreme Courts werden vom amerikanischen Präsidenten auf Lebenszeit ernannt und müssen mit Zweidrittelmehrheit des Senats bestätigt werden. Auch bei den obersten Richtern ist es in Fällen besonders schwerer Vergehen möglich, ein Impeachment (Anklage wegen Amtsvergehen, das zur Amtsenthebung führen kann) durch eine Zweidrittelmehrheit des Senats zu erwirken.

Kongress, Senat und Repräsentantenhaus

Der Kongress basiert auf einem Zweikammernprinzip. Dies ist einmal der Senat und auf der anderen Seite das Repräsentantenhaus. Der Kongress ist das oberste Gesetzgebungsorgan und das Gegengewicht zum Präsidenten. Die Verfassung regelt die Rechte und Pflichten des Kongresses. Der Kongress berät und verabschiedet mit Zweidrittelmehrheit neue Gesetzesvorschläge. Er darf allerdings keine Gesetze verabschieden, die die Freiheit des amerikanischen Volkes schmälern, wie z.B. Gesetze, die der Pressefreiheit oder dem Recht auf freie Religionsausübung schaden. Im Namen der USA darf nur der Kongress einem anderen Staat den Krieg erklären. Der Kongress ist als einziges Organ berechtigt, gegen den Präsidenten ein Amtsenthebungsverfahren – das Impeachment - einzuleiten.

Jeder US Staat stellt zwei Senatoren und repräsentiert die Interessen des jeweiligen Bundesstaates im Senat. Die zwei Senatoren müssen nicht zwingend aus der gleichen Partei kommen. Entschieden wird dies über die Mehrheitswahl. Senatoren werden direkt vom Volk gewählt.

Eine Amtsperiode der Senatoren dauert sechs Jahre. Alle zwei Jahre wird ein Drittel der Senatoren neu gewählt.

Im Repräsentantenhaus sitzen die 435 Volksvertreter der beiden Parteien, die sich alle zwei Jahre zur Wahl stellen müssen. Die Bevölkerungszahl der einzelnen Bundesstaaten bestimmt die Anzahl der Abgeordneten der einzelnen Bundesstaaten. Gewählt werden die Repräsentanten durch die Bewohner des jeweiligen Wahlbezirks.

U.S. Commonwealth Staaten

Innerhalb der amerikanischen Bundesstaaten existieren vier Commonwealth Staaten. Das sind Massachusetts, Kentucky, Pennsylvania und Virginia. Sie haben allerdings keinen anderen Status in der Gemeinschaft der Vereinigten Staaten. Diese historische Gegebenheit hat keine politischen oder rechtlichen Auswirkungen hat. Alle vier Staaten fügen sich in das Rechtsgefüge und die politische Ordnung ein.

Der Begriff des Commonwealth beschreibt eine Gemeinschaft zum Wohl der Bürger, wie diese ausgeprägt ist, kann national und international sehr unterschiedlich sein.

Internationales Commonwealth

Das Commonwealth, auch oft als British Commonwealth bezeichnet, ist eine tatsächliche Nationengemeinschaft von mehr als 50 Ländern deren Verbindung sozialer, ideologischer, philosophischer und praktischer Art ist. Sie sind historisch aus den früheren festen Bindung zu Zeiten des British Empire gewachsen. Die Evolution des modernen Commonwealth ist ein grenzüberschreitendes Konzept des Miteinanders, welches allerdings auf souveränen Ländern aufbaut. Die Queen of England ist das symbolische Oberhaupt des heutigen internationalen Commonwealth.

Puerto Rico

Eine andere Form des Commonwealth Staates der USA ist Puerto Rico. Es ist rechtlich zwar kein Bundesstaat der USA, gehört aber trotzdem zu den USA. Puerto Rico wird in vielen Angelegenheiten souverän regiert. Staatsoberhaupt ist zwar der amerikanische Präsident, aber Regierungschef ist ein gewählter Gouverneur. Die Selbständigkeit besteht in Bezug auf innere Angelegenheiten, während Außen- und Handelsbeziehungen an die amerikanischen Gesetze gebunden sind. Die Bewohner von Puerto Rico sind US Bürger, haben aber kein Wahlrecht in den USA.

USA Politik auf einen Blick

Staatsoberhaupt

George Walker Bush, 43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Amtsantritt: 20.01.2005 (zweite Amtszeit)

Vertreter

Richard Bruce Cheney, Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Regierungschef

George Walker Bush (Republikaner)

Außenminister

Dr. Condoleezza Rice, Secretary of State

Parlament

Kongress mit zwei Kammern: Senat (100 Sitze) Repräsentantenhaus (435 Sitze)

Präsident des Senats

Richard Bruce Cheney (Republikaner), Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Präsident ("Speaker") des Repräsentantenhauses

J. Dennis Hastert (Republikaner), Nr. 3 in der staatlichen Hierarchie

Parteien

Republikaner, Mehrheit im Repräsentantenhaus und seit Januar 2003 auch im Senat Demokraten

Gewerkschaften

AFL-CIO (Zusammenschluss von 66 Einzelgewerkschaften), Change to Win (Zusammenschluss von 7 Einzelgewerkschaften)

Verwaltungsstruktur

Bundesstaat mit Bundes (Federal)-, Landes (State)-, Kreis (County)- und Gemeindeverwaltung

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, NATO, Organisation der Amerikanischen Staaten OAS, OECD und zahlreicher anderer internationaler Organisationen (58)

Bevölkerung

Die USA sind ein Einwanderungsland. Das heißt mit Ausnahme der indianischen Urbevölkerung sind alle Einwohner selbst Einwanderer oder Kinder von Einwanderern. Dadurch erklärt sich die rassische und ethnische Vielfalt in den USA. Oft wird auch vom amerikanischen Schmelztiegel gesprochen.

Der weiße Bevölkerungsanteil beträgt derzeit ungefähr 75% und wird bis 2050 auf circa 52% schrumpfen. Es gibt darüber hinaus circa 34,7 Mio. Afro-Amerikaner, 35,7 Mio. Amerikaner lateinamerikanischer Herkunft, 10,2 Mio. Amerikaner asiatischer Herkunft und 2,5 Mio. Amerikaner indianischer Herkunft. Ungefähr 29 Einwohner kommen auf einen Quadratkilometer und 80% der Bevölkerung lebt in städtischen Ballungsgebieten. Die Amtssprache ist English. Vor allem im Süden der USA wird auch Spanisch gesprochen.

Religion

Einen großen Wert hat die Religiosität in der amerikanischen Bevölkerung. So gehören 68% einer Kirche an (Stand: 2002, Statistical Abstract of the United States) und circa 45% besuchen regelmäßig die Kirche. In der Bevölkerung finden sich Protestanten (56%), Katholiken (27%), Juden (2%) und ungefähr 5% andere Religionen. Seit den 1980er Jahren hat die religiöse Komponente in der gesellschaftspolitischen Debatte an Gewicht gewonnen. Das liegt nicht zuletzt an kirchlichen Spaltungen und Neugründungen innerhalb der protestantischen Kirche. Bei den sozialen Fragen von Abtreibung, Schulgebet, Familienwerten, Homosexualität und Frauenrechten gibt es harte Auseinandersetzungen zwischen liberalen und konservativen konfessionellen Kräften. In den letzten Jahren hat sich ebenfalls der Buddhismus verzehnfacht und der Islam vor allem unter Afroamerikanern an Bedeutung gewonnen. Allgemein hat die Religion einen sehr viel höheren Stellenwert in den USA als vergleichsweise in Deutschland.

Freitext

Top-Attraktionen

Der Süden

Nur wenige amerikanische Regionen besitzen ein so typisches Gesicht und eine so unverwechselbare Mentalität wie der Süden der USA. Den Golf von Mexiko säumen endlose Sandstrände, stille Buchten und Tümpel. Alligatoren, Weißreiher und Wasserschildkröten haben dort ihr zu Hause, in denen der Mensch nur per Boot vordringen kann. Die häufig historischen Feste beweisen, wie eng die Southerners mit ihrer Vergangenheit verwoben sind. Kulissen solcher Festlichkeiten sind häufig stolze Plantagenresidenzen mit strahlend weißen Säulenfassaden wie aus Islamorada. Natur belassen dagegen Lignumvitae und Big Pine Key. Endstation der Reise der untergehenden Sonne entgegen ist Key West. Ernst Hemingways einsames Fischerdorf hat sich zum ene Wasser umschmeichelt den berühmtesten Strand Amerikas. Miami ist ein Ethno-Schmelztiegel und die zweitgrößte Stadt im Sunshine State Florida. Einen interessanten kulturellen Gegensatz bieten die vielen Exilkubaner, die sich in Miami niedergelassen haben. Spanisch wurde zur zweitwichtigsten Sprache. Durchaus amerikanisch wirken dagegen die glatten Fassaden der Wolkenkratzer in Downtown, die bequem mit einer Fahrt mit dem Metromover, einer supermodernen Schwebebahn, zu betrachten sind. Eher europäisch muten die Geschäfte im Viertel Coconut Grove mit seinen teuren Shoppingstraßen an.

Südwesten

Ein Klassiker der USA ist der Südwesten. Die teilweise unendlich scheinende Weite der Landschaft ist für viele faszinierend. Man fährt und fährt und irgendwo am Horizont verschwindet die fast schnurgerade Straße im Dunst des Horizontes. Rechts und links der Straße weit und breit nichts außer Bergrücken. Besonders die wechselnden Gegebenheiten der Landschaft Kaliforniens beeindruckt. Ein ziemlich kühler Ozean, ein angenehmes Küstenklima stehen im Kontrast zu den Wüsten im angrenzenden Nevada sowie den grünen Wälder einiger hochgelegener Nationalparks. Da fällt die Wahl schwer, wohin die Reise gehen soll. Der beste Einstieg ist am Anfang eine Tour durch die vielen Nationalparks wie der Grand Canyon, Zion, Arches, Bryce Canyon oder das Death Valley, denn diese Naturspektakel gehören zu den schönsten des Landes. Alte indianische Stätten zeugen von der reichen Kultur der Ureinwohner Amerikas. Zu den atemberaubenden Landschaftserlebnissen zählt auch eine Fahrt durch die Rocky Mountains, die die Great Plains nach Westen begrenzen. Jenseits dieser Gebirgskette erstrecken sich die Wüstengebiete Nevadas, in denen die Casinostadt Las Vegas wie ein Juwel aus Lichtern funkelt. Wüsten, Berge, Nationalparks, Wälder, zerklüftete Küsten und interessante Städte wie San Francisco und Los Angeles, locken im sonnigen Kalifornien. Ebenso grandiose Naturerlebnisse bietet der relativ unberührte Nordwesten des Landes, in dem sich Seattle zu einem interessanten städtischem Zentrum entwickelt hat. Und dann ist da noch Alaska mit seinen ewigen Gletschern und Wäldern. Ein Gebiet, welches man nur im Sommer bereisen sollte.

Los Angeles

Im weiten Erdenrund kennt man die Stadt der Engel als Heimat der Stars und Sternchen. Hollywood mit den Universal Studios, Beverly Hills und Disneyland zählen zu den Hauptattraktionen von Los Angeles, dazu die Strände, von denen vor allem Venice Beach eine permanente Show von Schönheiten und Muskelmännern bietet.

Las Vegas

In der Glitzermetropole mitten in der Wüste Nevadas war früher einmal alles erlaubt, was anderswo verboten war: Käufliche Liebe und Glücksspiele. Inzwischen hat die Stadt der Casinos ihr Image gewandelt und zieht immer mehr Kongressbesucher und Familien an. Die rieseigen Hotelkomplexe und Casinos überbieten sich gegenseitig: Kreiert der eine die Welt der Alten Römer, kontert der andere mit einer ägyptischen Pyramide. Berühmt ist Las Vegas auch für seine großen Bühnenshows.

San Fransisco

Ob Flower Power oder sanfte Esoterikwellen – von der Stadt am Golden Gate gingen schon immer die alternativen Bewegungen und die neuesten Trends aus. Den Besucher begeistern neben einzelnen Sehenswürdigkeiten vor allem das wunderschöne Stadtbild und die traumhafte Lage der Stadt an der Bucht.

Seattle

Der Blick ins 21. Jahrhundert: eine überwältigende Kulisse aus Hochhäusern, die Wasser, Grün und den 4000m hohen Mount Rainer mit seiner vergletscherten Kuppe vereint. Die Boomtown am Pazifik ist der Traum von Utopia – saubere Umwelt, gute Arbeitsbedingungen und jede Menge Freizeitmöglichkeiten, schicke Kniepen, eine lebendige Szene. Hier gibt´s Yuppietown zum Wohlfühlen.

Redwood National Park

Baumriesen, die mehr als 100m in die Höhe ragen, sind in diesem kalifornischen Park zu bestaunen. Einst bedeckten diese Riesensequoien die gesamte kalifornische Küste. Nachdem die Holzfäller ihnen zu Leibe rückten, sind nur noch wenige Redwood-Wälder erhalten. Durch den Park kann gefahren, gewandert oder geritten werden. Zum Naturschutzgebiet gehört auch ein Küstenstreifen, durch den sehr reizvolle Wanderwege führen.

Yosemite National Park

Bis zu 3500m hohe, schneebedeckte Granitgipfel, blumenübersäte Bergwiesen, kristallklare Seen, dunkle Wälder – das ist der Yosemite National Park. Ziel aller Besucher (ca. 4 Millionen jährlich) ist das Yosemite Valley, ein 11km langes Wiesental, umsäumt von nackten, glatten Granitwänden, welches man am dramatischsten vom Aussichtspunkt Clacier Point erlebt: Von der gegenüberliegenden Wand stürzen sich die Yosemite Falls über zwei Stufen 740m in die Tiefe. Bei Sonnenuntergang leuchtet die massige Wand des Half Dome orangerot auf.

Albuquerque

Mit Albuquerque erreicht man New Mexicos einzige echte Großstadt mit ca. 700.000 Einwohnern. Nach einem Vizekönig von Mexiko einst edel benannt ist die Stadt, nicht zuletzt dank der Air Force, die im Südosten der Stadt über eine große Basis verfügt, Uranfunden in der Nähe und eines Kernforschungszentrums während und nach dem 2. Weltkrieg rasch gewachsen. Sie hat sich im weiten Tal des Rio Grande enorm ausgedehnt. Der größte Teil des Stadtgebietes befindet sich zwischen dem Fluss und den Sandia Mountains, einem Gebirgszug der südlichen Rocky Mountains mit Gipfeln von über 3000 in Höhe. Mitten im heißen Wüstenklima bieten die Berge im Sommer mit moderaten Temperaturen und einer Vegetation, die man sonst in gemäßigten Breiten findet, Erholung von Hitze und Dürre und von Dezember bis März beim Wintersport.

Grand Canyon

Der Grand Canyon ist die größte Schlucht der Welt. Mehr als 1600m tief ist die Erdspalte, 400km lang und bis zu 30km breit. Man kann das Naturwunder von zwei Seiten her erleben. Vom weniger erschlossenen (im Winter gesperrten) North Rim sowie vom South Rim, dem um 300m tiefer gelegenen Südrand. Letzterer ist zwar am stärksten frequentiert, von hier bieten sich aber auch die schönsten Aussichten. Ein Besuch am Grand Canyon ohne einen Marsch in die Tiefe gemacht zu haben, ist nur die Hälfte wert. Der Abstieg zum Colorado River ist dabei kaum ein Problem. Aber der Aufstieg gerät ohne ausreichende Kondition zur Tortur. Im Sommer herrscht selbst bei moderaten Temperaturen am Rand (ca. 2100 m beim Village) ziemlich weit unten eine erhebliche Hitze. Bis Mai und ab Mitte September, wenn es oben bisweilen schon recht kühl sein kann, sind die Temperaturen auch im Canyon erträglich. Vom Südrand existieren zwei Wege nach unten: Dem populären, weil weniger steilen Bright Angel Trail mit drei Wasserstellen. Andererseits liegen an diesem Trail auf halber Höhe die weniger spektakulären Indian Gardens mit Campground. Auf dem steileren South Kaibab Trail (bei Sommerhitze gesperrt) gibt es keine Wasserstelle, dafür aber die Weite des Ausblicks von Anfang an. Ein weitaus weniger anstrengender und dennoch sehr schöner Wanderweg ist der Rim Trail (Vom Mather Point führt dieser Trail bis zum Hermit's Rest).

Aussichtspunkte

Hopi Point

Hier pilgern alle Touristen hin, um den Sonnenuntergang zu genießen

Mather Point

Überwältigender Ausblick

Maricopa

Wunderschöne Aussicht, West Rim Drive

Grand View Point

Einer der Höhepunkte, East Rim Drive

Hermits Rest

Letzter Aussichtspunkt in westlicher Richtung

Ein besonderer Nervenkitzel für Schwindelfreie ist der "Skywalk“, der höchste Balkon der Welt. Eine hufeisenförmige Glasplattform hängt freischwebend in 1.200 Metern Höhe über dem Grand Canyon. Ab März 2007 soll der höchste Balkon der Welt eröffnet werden. Die 30 Millionen Dollar teure Aussichtsterrasse über dem Grand Canyon ragt 21 Meter weit in die Riesenschlucht hinein. Zwischen den Besuchern und dem mehr als tausend Meter tiefen Canyon-Grund mit dem Colorado-River ist nichts als ein 5,5 Zentimeter dicker, mehrschichtiger Glasboden - freie Sicht nach unten garantiert. Für 25 Dollar kann man sich den ultimativen Adrenalinkick auf dem "Skywalk" gönnen. Maximal 120 Besucher dürfen gleichzeitig auf die Aussichtsplattform und den unvergleichlichen Rundumblick genießen. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang soll der Balkon geöffnet sein. Besitzer des Balkons sind die Hualapai-Indianer, denen das Land am Grand Canyon West gehört. Noch ist die Plattform nur von einem Tunnel aus erreichbar, später wird ein Besucherzentrum mit Museum, Kino, Restaurants, Bars und Geschäften hinzukommen.

Death Valley National Park

Das Tal des Todes ist der Boden eines ausgetrockneten Salzsees, dessen tiefster Punkt 84 m unter dem Meeresspiegel liegt. Hohe Gebirgszüge zwischen Tal und Pazifik halten Niederschläge fast völlig fern. Die Sommer sind glühend heiß: Von Juni bis September über 40°, bisweilen über 50°, abends kühlt die Luft kaum ab. Annehmbare bis - im Winter - angenehme Temperaturen herrschen von Oktober bis April. Die meisten Camper-Verleiher untersagen wegen der extremen Hitze und des endlosen Anstiegs bei der Ausfahrt über die Straße Nr.190 in beide Richtungen von Mai bis September Fahrten ins Tal des Todes. Vor einer Fahrt ist es empfehlenswert den Sitz des Keilriemens, Ölstand und das Kühlwasser zu überprüfen. Außerdem sollte man einiges an Trinkwasser dabei haben.Das Visitor Center in der Oase Furnace Creek informiert über die geologischen Ursprünge des Tals und den Artenreichtum von Flora und Fauna. Man kann das Tal aber auch außerhalb der Servicezeiten des Visitor Centers besuchen. Die reizvollste Strecke durch das Death Valley ist die Straße Nr.178 in Verbindung mit dem Ostabschnitt der Nr.190. Einen Abstecher wert ist auf jeden Fall der Golden Canyon, den man durchwandern kann (nicht unweit der Furnace Creek Ranch). Die goldfarbene Schlucht liegt unterhalb des wunderschönen Zabriskie Point. Gleich dahinter beginnt der Twenty-Mule-Team Rundkurs durch Sandsteinformationen des gleichnamigen Canyon. Abschließend kann man dann noch als Zugabe den Aussichtspunkt Dantes View mitnehmen, der den Vorteil besitzt, nicht an den Busrouten zu liegen.

Monument Valley

Markante, steile Tafelberge aus feuerrotem Sandstein – die Szenerie ist vielen aus Western Filmen bekannt. Die Erosionslandschaft des Monument Valley liegt im Navajo-Indianerreservat. Der Besucher des Monument Valley kann sich entscheiden, ob er mit seinem eigenen Wagen die Tour zwischen den Monolithen und rostroten Felsnadeln oder sich einer geführten Tour in einem Jeep oder Kleinbus anschließt. Die Befahrbarkeit bei Trockenheit selbst für Campmobil unproblematisch. Ohne Führer kommt man allerdings nicht bis zu den aus Western bekannten Felsnadeln Totem Pole und Yei Bi Chei. Die wichtigsten Viewpoints sind auch individuell erreichbar. Der schönste Blick über das Tal bietet sich von der Besucherterrasse des Visitor Center.

Texas und die Plains

Die Great Plains, die großen Ebenen, und Texas – zusammen ergeben sie den immensen Streifen Land, der zwischen dem Golf von Mexiko und Kanada, zwischen dem Mississippi und den Rocky Mountains liegt. Eigentlich ist der Name Great Plains nicht ganz zutreffend, legt er doch unendlich flaches Land nahe. Das gibt es. Aber es gibt auch Berge, canyons, die Stromlandschaft des Missouri. Wüsten und Wälder. Subtropische Hitze brütet an der Mündung des Rio Grande, von polarer Kälte können die Winter im Norden Dakotas sein. Dünn besiedelt ist diese Mitte der USA. Öl, Gold und Weizen bilden ihre wirtschaftliche Triade. In Texas kommt man durch Förderfelder, in denen die Pumpen wie überdimensionale Grashüpfer nicken. Zwei Drittel des Weizens der gesamten Welt gedeiht auf den Plains. Früher waren sie das Land der Büffel, deren Migration den Lebensrhythmus der Indianer bestimmte. Als 874 in den Black Hills erstmals Gold gefunden wurde, war das Schicksal der Plains Indianer besiegelt. Texas, von 1836 bis 1845 eine unabhängige Nation, hat einen anderen Charakter. Geprägt von der historischen Eigenständigkeit, von der Migration aus Mexiko und dem schnellen Ölreichtum.

Houston

Houston, mit 3,7 Millionen Einwohnern größter Ballungsraum im Bundesstaat Texas, ist ein Kind der modernen Zeit mit einem kühl-distanzierten Wolkenkratzerzentrum, das hauptsächlich durch den Ölboom finanziert wurde. Ab und zu lockern Skulpturen namenhafter Künstler die etwas spröde City-Atmosphäre auf. Knapp zwei Dutzend Museen und Galerien, darunter das renommierte Museum of fine Arts (1001 Bissonnet Street), bilden den kulturellen Kern. Über die größte Reputation verfügt das 20 Meilen südlich der Stadt gelegene Space Center Houston. Satelliten, Raumkapseln, ein Spaceshuttle, Raumfahrtanzüge, Trainingsgeräte für Astronauten und das Modell einer Raumstation begleiten den Besucher auf seiner Stippvisite im irdischen Orbit.

El Paso

Breitkrempige Hüte werfen Schatten auf die Gesichter der Männer, die in der Parkanlage geschmuggelte Zigaretten verscherbeln. Von benachbarten Fassaden verkünden bunte Werbeplakate neueste Produkte in spanischer Schrift. Der spanische Akzent der berühmt-berüchtigten Grenzmetropole El Paso ist unverkennbar. Kein Wunder, denn schließlich ist die westtexanische Großstadt nur durch den Rio Grande von Ciudad Juarez getrennt, der viertgrößten Stadt Mexikos. Ein Abstecher zu Fuß über die mit Drahtverhaue gesicherte Grenze ist ein Muss für jene, die Mexiko erleben möchten.

Mt. Rushmore

Die Ingenieurleistung war wohl größer als die künstlerische, aber gleichwohl sind die Köpfe der vier Großen, der Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt, den Amerikanern nach der Freiheitsstatue das zweitwichtigste Monument nationaler Größe. Jeder der Köpfe misst 20m, wären die Figuren von Kopf bis Zeh voll ausgeführt worden, würden sie 150m hoch stehen. Gutzon Borglum war der Bildhauer, der 1927 die monumentale Aufgabe in Angriff nahm und 1941 wenige Monate vor Vollendung starb. Gehauen wurde indes wenig, 90 Prozent des Gesteins wurde weggesprengt. Heute relativ wenig Geld, damals viel: 989000 Dollar, kostete die gigantische Skulpturarbeit, welches zu einem großen Teil von Schulkindern zusammengespart wurde. Daraufhin beschloss der amerikanische Kongress, dass keine Eintrittsgelder erhoben werden dürfen.

Neuengland und der Norden

In Neuengland liegt Europa am nächsten. Nicht nur, weil die sechs Staaten geographisch und klimatisch Mittel- und Nordeuropa ähnlich sind. Maine mit seinen tief geschnittenen Fjorden. Die sanft rollenden Hügel von Vermont. Connecticut, industrialisiert und seit jeher das Land der Erfinder. New Hampshire mit seinen fast alpinen Dimensionen. Das kleine Rhode Island mit Schlössern, die vom Bayernkönig Ludwig stammen könnten. Und Massachusetts mit den weiten Sandstränden. Es ist auch die Haltung der Menschen, ihr Wertkonservatismus und ihre Traditionsverbundenheit, die Neuengland in die Nähe der alten Welt rückt. Der Geist der Puritaner, der Gründerväter, wirkt immer noch nach. Bildung wird groß geschrieben – hier stehen die zwei besten Universitäten des Landes, Harvard und Yale. Landschaftlich setzt sich Neuengland am angrenzenden Staat New York fort, der bis zu den großen Seen reicht, aber hier weht ein modernerer Wind. Die New Yorker sind unkonventioneller und aufgeschlossener für neue Trends.

Cape Cod

Wie ein Angelhaken ragt die Halbinsel ins Meer, gesäumt von feinsten Sandstränden und hohen bewachsenen Dünen. Laut Sage war dies einst das Bett eines Riesen, der schlecht schlief und seine Mokassins in die See schleuderte. Aus ihnen entstanden die beiden Inseln Martha´s Vineyard und Nantucket. Dort verbringen die Reichen ihre Sommer, aber auch Cap Cod kann mit großen Namen aufwarten. So haben z.B. die Kennedys in Hyannis Port ihre Residenz; John F. Kennedy war es, der 1961 einen Großteil der Küste unter Naturschutz stellen ließ. Diese National Seashore ist das schönste Fleckchen der Halbinsel, herrlich zum Wandern, Schwimmen und Vögel beobachten. Das hübsche Städtchen Provincetown machte sich einen Namen als Treffpunkt von Künstlern.

Boston

Im Kern wirkt Boston europäisch: rötliche Backsteinhäuser, Kopfsteinpflastergässchen in Beacon Hill, baumbestandene Prachtboulevards in Back Bay. Kommt man jedoch ins Finanzviertel am Hafen, ändert sich der Eindruck: da klotzen postmoderne Bauten, Bürokomplexe reihen sich an der Waterfront. Die Hauptstadt von Massachusetts ist ein wichtiges Finanz- und High-Tech-Zentrum. Einen ersten Blick auf die Stadt wirft man am besten von oben, von der Aussichtsplattform des John Hancock Tower. Sodann erschließt sich die historische Dimension der Stadt im so genannten Freedom Trail, einem markierten Rundgang, der am Common beginnt. Er führt durch die Altstadt und zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, die mit der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung in Zusammenhang stehen, in der Boston eine wesentliche Rolle gespielt hat. Da kann man eine Rekonstruktion des Boston Tea Party Schiffs sehen, kleine Kirchen besuchen und im Quincy Market, den alten Markthallen, essen und einkaufen. Boston besitzt bedeutende Museen (z.B. Museum of Fine Arts und Isabella Stewart Gardner Museum). Eine U-Bahn fährt nach Cambridge mit Harvard, der ältesten Universität der USA.

Niagara Fälle

Die Wasserfälle des Niagara River gehören zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Nordamerikas. Sie liegen an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Die American Falls sind 56m hoch. Die schöneren Falls, die kanadischen Horseshoe Falls sind circa 54m hoch und 670m breit. Mit den kleinen Booten der Maid of the Mist, die beim Observation Tower ablegen, kann man ganz nah an den Fuß der Fälle heranfahren. Oder aber man betrachtet die Wassermassen von einem der Türme wie etwa dem Skylon Tower aus. Mit etwas mehr Ruhe zu genießen ist die Fahrt auf dem Niagara Parkway, der sich durch schönen Gartenanlagen nordwärts nach Niagara on the Lake schlängelt. Sehr empfehlenswert ist die Journey Behind the Falls. Ein normaler Aufzug bringt die Besucher aus dem Table Rock House nach unten auf eine Plattform am Fuß der Fälle. Schon hier sind die Wassermassen - die nur wenige Meter entfernt herabfallen - beeindruckend. Nebenan sind zwei Gänge in die Felsen gebohrt. Darin gelangt man hinter den Wasservorhang. Ohne Glaswand steht man hier fast am Wasser.

Ostküste

Die Ostküste ist das historische Kernland der USA, bietet vor allem kulturelle Höhepunkte. Interessante Freilichtmuseen wie Mystic Seaport in Connecticut oder Williamsburg in Virginia; großartige Kunstsammlungen und Städte mit Geschichte und architektonischen Highlights. An erster Stelle natürlich New York, das allein schon eine Reise wert ist. Dann die Landeshauptstadt Washington. Im Nordosten liegt dann Neuengland, das Schmuckkästchen der Nation, das mit seinen alten Häusern und kleinen Dörfern, hügeliger Landschaft stark an Mitteleuropa erinnert.

New York

New York ist nicht Amerika sagen viele. Aber was wären die USA ohne New York. Die offene und aufgeschlossene Art der Stadt kombiniert mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Museen gibt der Stadt ihren ganz eigenen Charme. Denn es gibt wirklich fast nichts, was die Stadt zu bieten hätte. Neben Museen, architektonischen Highlights gibt es eine üppiges Nachtleben, eine avantgardistische Kunst- und Musikszene und natürlich Restaurants der Superlative. Alles is vom Feinsten und daher strömen Fremde aus aller Herren Länder in diese Stadt und machen sie zur kosmopolitischsten Stadt Amerikas und vielleicht sogar der Welt.

Washington D.C.

Weißer Marmor, imposante Bauten im klassizistischen Stil, großzügig aufgelockert durch viel Grün und Wasser. Washington ist eine würdige Hauptstadt des mächtigen Landes. Angelegt um zu repräsentieren und die teilhaben zu lassen an der Demokratie: das weiße Haus kann besichtigt werden, in nahezu allen Museen ist der Eintritt umsonst.

Mittlerer Westen

Der Mittlere Westen, gemein hin als Getreide-Silo des Landes und Industriestandort apostrophiert, zeigt sich vor allem in der Gegend um die Großen Seen von einer ganz anderen Seite: Da ist Chicagos pulsierendes Weltstadtleben, die Naturoase Lake Itasca mit der Mississippi-Quelle und die ungetrübte Bauernidylle auf der Door Peninsula im „süßen Meer“ Lake Michigan. Dieser ist mit 58.000 Quadratkilometern Ausdehnung der drittgrößte der fünf Great Lakes. Lake Superior, der weltweit größte Süßwassersee, bedeckt eine Fläche von 82.000 Quadratkilometern. Die fünf Seen bilden das größte Trinkwasserdepot der Erde. Bei der Erschließung des amerikanischen Westens spielten sie eine wichtige Rolle als Transportweg. In den letzten Jahrzehnten haben sich auch Städte wie St. Louis und Minneapolis/St. Paul, die nicht direkt an den fünf großen Seen liegen, zu lohnenden Reisezielen mit freundlichen Zentren und attraktiven Kulturangeboten entwickelt.

Chicago

Chicago hat sich in vielen Bereichen einen Namen gemacht. Als Geburtsort der Wolkenkratzer-Architektur, als Musikstadt mit Jazz und Blues in den zwanziger Jahren und als Gangstermetropole. Bis heute kann man auf den Spuren der alten Jazzmusikern und Al Capone wandeln. Zweifellos ist es die interessanteste und aufregendste Stadt des mittleren Westens. Hier findet man eine Restaurant- und Kulturszene wie man sie eigentlich nur von den Städten an der Küste erwarten würde. Als Kunststadt maßt sie sich sogar an mit New York mithalten zu können. Mit dem renommierten Kunstmuseum Art Institute of Chicago (6 S. Michigan Ave.), indem sämtliche Kunstwerke aus allen Epochen und Ersteilen zu sehen sind, scheint das sogar zu gelingen. Die Kulisse des Lake Michigan trägt das ihre zum Ambiente bei. Im Yachthafen des Burnham Parks tanzen die Schiffsmasten vor der Wolkenkratzer Kulisse. Da öfter auch ein frisches Lüftchen um die Wolkenkratzer in Chicago weht, wird sie von ihren Bewohner auch Windy City genannt. Wie die Glas- und Betonfassade einer futuristischen Burg baut sich Chicago am Ufer des Lake Michigan auf. Mächtigstes Hochhaus ist der 1974 errichtete Sears Tower, das zweitgrößte Bürohaus der Welt. Zu seinen Füßen wuselt das geschäftige Leben – ein vibrierender Kessel mit Dutzenden von Theatern, erlesenen Feinschmeckertempeln, teuren Einkaufsstrassen wie der Miracle Mile, bedeutenden Museen, Nachtlokalen, grünen Parks und Uferpromenaden. Viele US-Großstädte sind nach dem Vorbild von Chicago entstanden. Die Stadt brannte 1871 fast vollständig nieder – zu sehen ist nur noch der Kalksteinturm Old Chicago Water Tower (800 N. Michigan Ave.) – und wurde von weltbekannten Baumeistern wieder neu erschaffen. Von Chicago aus kann man eine Fahrt in den mittleren Westen antreten, das große landwirtschaftlich genutzte Gebiet, in dem sich endlose Weizenfelder im Winde wiegen.

St. Louis

Spirit of St. Louis hieß das erste Flugzeug mit dem Charles Lindbergh als erster den Atlantik überquerte. Heute zeigt sich der „Geist von St. Louis“ eher in den Bemühungen der Stadtväter den noch vor einigen Jahrzehnten wenig einladenden zweitgrößten Ballungsraum des Staates Missouri in eine ansehnliche und kulturbefliessene Großstadt zu verwandeln. Am Mississippi Ufer, wo sich einst Slums drängten, entstand in der ersten Hälfte der 1960er Jahre das Jefferson National Expansion Memorial mit der berühmt gewordenen 192m hohen Gateway Arch. Der ebenmäßige Stahlbogen symbolisiert das Tor nach Westen, durch das im 19 jahrhundert Tausende in Richtung Pazifik zogen. Zu Füßen der Gateway-Arch befindet sich ein Museum, dass sich mit der Pioniergeschichte beschäftigt. Vom Aussichtsdeck auf dem höchsten Punkt, kann man die Stadt überblicken. Lagerhäuser und Depots überlebten in Laclede´s Landing zwischen Eads Bridge und M. L. King Bridge als restaurierte, herausgeputzte Domizile für Anwaltskanzleien, Restaurants und Jazzclubs. Musikliebhaber können in der Moose-Lounge Livekonzerte erleben oder sich im Scott-Joplin House unterhalten lassen, in dem der Ragtime-Star Scott Joplin von 1900 bis 1903 lebte. Im Westen von Downtown restaurierte eine handverlesene Schar von Handwerkern das Fox-Theatre zu alter Pracht, so dass es wieder einem orientalischen Palast im byzantinischen Stil gleicht. Ähnlich dekorativ gestaltet ist die Cathedral of St. Louis mit ihrem Mosaiken, Statuen und Buntglasfenstern.

Yellowstone

Nicht nur Bären, Wölfe, Bisonherden und donnernden Wasserfälle sind es, die jährlich 4 Millionen Besucher in den ältesten Nationalpark der USA locken – die Hauptattraktionen von Yellowstone sind seine Thermalgebiete. Besonders der Old Faithful Geysir, der alle 60 bis 70 Minuten seine Wasserfontäne in die Höhe schleudert, und die Sinterterrassen von Mammoth Hot Springs.

Blue Ridge Parkway

Dem Himmel ganz nah und im Blau versinkend reist man auf der 750 km langen Panoramastrasse, die den Shenandoah National Park in Virginia mit dem Great Smoky Mountains National Park in North Carolina und Tennessee verbindet. Die Straße führt in weiten Serpentinen immer auf dem Kamm der Berge entlang, der Blick über die im Dunst versinkenden Bergketten ist atemberaubend. Wanderwege locken vom Auto in die Natur und zu Wasserfällen. Im Park kann man sich mit Lebensmitteln eindecken. Übernachtungsmöglichkeiten liegen an der Strecke.

Einmal quer durch Amerika - Route 66

Die Route 66 ist eine der Traumstraßen Amerikas. Als Mythos bejubelt und als Touristenfalle verschrien, können sich nur diejenigen eine Meinung bilden, die sie wirklich befahren haben. Von Chicago, Illinois, im Nordosten der USA bis Santa Monica, Kalifornien im Südwesten an der Pazifikküste. Die Route umfasst mehr als 6.000 Kilometer Strecke und wird von den Amerikanern auch liebevoll 'Mother Road' genannt. Die Route 66 ist längst nicht mehr nur eine Strasse - sie ist Lebenseinstellung und Kult geworden. Die Route 66 wurde 1926 im Rahmen des nationalen Highwayausbau und Strassenbauprogramms aus der Taufe gehoben. Die endgültige Fertigstellung war im Jahr 1938. Dies bedeutete allerdings nur, das die Strasse komplett geteert war. Auch bis dahin war sie schon befahrbar. Bis 1960 blieb sie die wichtigste Ost-West-Verbindung. Viele kleine Orte fanden so die Möglichkeit über den Haupthighway aktiver am Handel teilzunehmen. Für die Trucker-Industrie, die ab den 1930er Jahren der Eisenbahn Konkurrenz machte, war Route 66 der nötige Schub nach vorne. Von Vorteil war auch der südliche Verlauf der Route, der die oftmals harten Winterbedingungen für die Fahrer linderte. Für Arbeitslose aller Regionen bedeutete der Bau der Strasse einen Arbeitsplatz. Für noch mehr Menschen allerdings bedeutete die Route 66 als 'Strasse der Hoffnung' einfach ein besseres Lebe. Denn das boomende Kalifornien versprach für Menschen aus dem Osten mehr Wohlstand und Arbeitsplätze. Mehr als 200.000 Menschen zogen in dieser Zeit los, um ihr Glück im Westen zu machen. Nach 1945 und gestiegenem Wohlstand wurde die Route 66 eine beliebte Strecke, um dem kalten Winter zu entfliehen und sich im sonnigen Kalifornien oder den Südwest-Staaten einen Urlaub zu gönnen. Entlang des Highways wuchs die Anzahl von Motels, Tankstellen, Shops und die Inhaber hatten boomende Jahre vor sich. Einige dieser Einrichtungen existieren heute noch entlang der Route 66. Bei Tankstellen war noch ein anderer Effekt im Laufe der Jahre zu beobachten: Von kleinen 1-Säulen Zapfstationen entwickelten sich regelrechte Service Stationen, die dem Reisenden einen rundum Service anboten. Seit Beginn der 1960er Jahre wurde die Route zielstrebig ersetzt wurde. Die Öffentlichkeit forderte leistungsstärkere Highway's und ein vernetzteres System. Präsident Eisenhower stimmte schließlich der Finanzierung breiterer Highways zu. Bis 1970 waren dann die meisten der Route 66 Abschnitte durch 4-spurige Highways ersetzt. Was blieb ist die Erinnerung. Der Geist der Route 66 konnte durch die neuen Abschnitte nicht ausgelöscht werden und jedes Jahr fahren Tausende Interessierte den alten Highway 66 oder Teilstrecken davon ab.

Verlauf der Route 66:

Illinois: Chicago, Bloomington, Springfield, St. Louis - Missouri: St. Louis, Lebanon, Springfield - Kansas: Baxter Springs; (südöstliche Ecke) Oklahoma: Miami, Vinita, Tulsa, Sapulpa, Oklahoma City, El Reno, Clinton, Elk City - Texas: Amarillo - New Mexico: Santa Fe, Albuquerque - Arizona:Holbrook, Winslow, Flagstaff, Williams, Ash Fork, Seligman, Kingman - California: Needles, Barstow, San Bernardino, L.A.

Alte Tankstellen:

Tower Fina Station, Shamrock, Texas Soulsby's Shell Station, Mt. Olive, Illinois Bob Audettes' Gas Station, Barton, NM

Museen:

California Route 66 Museum National Route 66 Museum San Bernardino Route 66 Museum

Veranstaltungen:

Annual International Route 66 Festival Annual Route 66 Rendevous Annual Route 66 Fun Weekend

Essen und Trinken

Allgemeines

Die Selbstversorgung auf Reisen bereitet in den USA eigentlich keine Schwierigkeiten. Supermärkte finden sich oft selbst in kleinen Dörfern. Die meisten sind Filialen nationaler oder regionaler Ketten wie z.B. den sehr zu empfehlenden VONS. Auch beliebt unter Reisenden aus Europa istr "Trader Joe's", ein Supermarkt, der vereinzelt in Großstädten, z.B. San Diego, anzutreffen ist und echtes Müsli und naturtrüben Apfelsaft im Sortiment hat. In größeren Ortschaften sind Food Marts häufig integriert in Shopping Center bzw. Plazas, die unübersehbar die Ausfallstraßen zieren. Amerikanische Supermärkte verfügen über ein extrem breites Angebot von feinster Qualität. Allein schon die Gemüse- und Obstabteilungen sind bezüglich der Auswahl fast mit deutschen Markthallen zu vergleichen. Sie haben fast ausnahmslos bis 21.00 Uhr, wenn nicht sogar 24 Stunden am Tag geöffnet. Lebensmittel, aber kaum Obst und Fleisch, gibt es in teil rund um die Uhr betriebenen Mini-Marts. Sie sind mehrheitlich mit Tankstellen kombiniert und haben außerdem Cold Drinks und Coffee im Angebot.

Supermarkt

Im regulären Lebensmittelsupermarkt verbinden sich größere Auswahl und günstige Preise. Dafür kann - im Gegensatz zum Mini-Mart - des Öfteren nicht mit Kreditkarte bezahlt werden. Nahrungsmittel kosten in den USA in etwa dasselbe wie in Deutschland. Etwas billiger sind Tiefkühlprodukte und Steaks. Wer Wert auf gesunde Ernährung legt, muss für Joghurt, reine Fruchtsäfte usw. relativ viel Geld ausgeben, ebenfalls für akzeptable Brotsorten. Das übliche Einfach-Weißbrot ist dagegen preiswert. Sehr empfehlenswert sind auch die Salad-Bars, an denen man sich selbst auswählt und an der Kasse pfundweise abrechnet. Oft ist es auch möglich sich sein persönliches Sandwich zusammen zu stellen.

Fast Food

Amerika ist das Land des Junk Food. Selbst im letzten Winkel der USA findet sich Mc Donald's oder Burgerking. Alle Fast-Food-Restaurants haben ein moderates Preisniveau. Überall kann man sich kostenlos Getränke nachholen. Alle Ketten werben nahezu ganzjährig mit Sonderpreise für bestimmte Menüs. Restaurants Amerikanische Restaurants sind selbst bei günstigem Dollarkurs selten preiswert. Gutes Essen bei ebensolchem Service in angenehmer Umgebung muss immer teuer bezahlt werden. In den USA werden Restaurantbesucher platziert. Auch wenn freie Tische vorhanden sind, wartet der geduldige Gast, bis sich ein Waiter oder eine Waitress seiner annimmt und einen Tisch zuweist. Ist im Moment kein Tisch frei, werden die Namen der ankommenden Gäste notiert und der Reihe nach aufgerufen. Die Rechnung weist neben den Nettopreisen des Essens zusätzlich die Umsatzsteuer aus. Da der Service nie im Preis enthalten ist, wird für europäische Verhältnisse ein üppiges Trinkgeld erwartet. Üblich sind 12-15%. Zu den Preisen der Karte muss man also mindestens 20% addieren. Gezahlt wird selbst in besseren Restaurants nicht selten an einer Kasse am Ausgang. In diesem Fall hinterlässt man sein Trinkgeld bar am Tisch. Bei persönlicher Rechnungsbegleichung per Kreditkarte kann man das Trinkgeld auch auf dem Beleg vermerken.

Trinken

In den USA gehört in Lokalen das Wasser so selbstverständlich dazu wie das Besteck zum Essen. Kaum sitz man, schon kommt der Kellner und gießt einem ungefragt das Glas voll. Wer mag, kann bei diesem Getränk bleiben. Man muss nichts anderes zum Trinken bestellen. Wasser ist natürlich nicht jedermanns Sache und vor allem der kalifornische Wein genießt einen ausgezeichneten Ruf. Der des Bieres hält sich dagegen in Grenzen und das importierte Bier bietet keine wirkliche Alternative, da es sich meist nicht um Originalabfüllungen handelt. Bessere Qualität als die Großbrauereien erzeugen kleine Privatbrauereien, die meist nur den lokalen Markt beliefern. Nicht alle Restaurants besitzen eine Lizenz zum Alkoholausschank. Mit dem Kürzel BYO (Bring Your Own) oder BYOB (Bring Your Own Bottle) machen sie darauf aufmerksam, dass man sich seine alkoholischen Getränke selbst mitbringen muss. Korkenzieher und Glas werden zur Verfügung gestellt.

Telefonieren

Jeder Bundesstaat besitzt eine dreistellige Vorwahl, den so genannten Area Code. Dieser ersten Vorwahl folgt eine zweite, ebenfalls dreistellige Ziffer, die sich z.B. auf einen Stadtteil bezieht. Die Apparatnummer ist vierstellig. Bei Gesprächen über den regionalen Area code hinaus, muss eine "1" vorgewählt werden. Das ist auch bei den gebührenfreien 800-/888-Nummern der Fall. Über die Vorwahl 01, gelegentlich 011, öffnet man den Zugang zum internationalen Netz. Mit 49 für Deutschland und die um die Null reduzierte Ortsvorwahl kann man eine Verbindung in die Heimat herstellen. Allerdings ist in amerikanischen Telefon-Boxen nicht die direkte Durchwahl, national wie international, möglich. Ferngespräche einschließlich solcher im Nahbereich lassen sich nur mit Hilfe eines Operators führen, sofern der Anrufer nicht Inhaber einer Telefonkarte ist. Man wählt also die "0" und teilt der freundlichen Stimme mit wohin man telefonieren möchte. Anschließend bekommt man dann gesagt, wie viel es kostet und muss diesen Betrag in Münzen einwerfen. Erst dann wird eine Verbindung hergestellt. Da man für Anrufe nach Europa viel zu viele Quarters benötigt, empfiehlt es sich gleich zu Anfang des Aufenthalts eine Calling Card, z.B von AT&T, zu kaufen. Man erhält sie in Hotels, Supermärkten oder Tankstellen. Die Calling Cards funktionieren in Apparaten ohne Einsteckschlitz wie folgt: 800-Nummer für die gewünschte Sprache (Spanisch oder Englisch) wählen, dann nach Anweisung die Codenummer der Karte eintasten, die anzurufende Nummer wählen - ohne "0" - und fertig (Bsp: 1-800-49-351-555555 für Dresden). Eine Ansage nennt die noch verfügbaren Restminuten. Aufschläge für Telefonate aus Hotels/Motels sind im Allgemeinen niedriger als in Europa. Ferngespräche lassen sich daher vom Hotelzimmer aus bequemer führen als von einem Pay Phone. Das gilt übrigens auch für Anrufe zum Nulltarif bei einer 800-Nummer. Allerdings sollte man sich vorher an der Rezeption informieren, welche Ziffer man vorwählen muss. Wichtig ist außerdem zu wissen, dass auf der Telefontastatur nicht nur Ziffern, sondern auch Buchstaben abgebildet sind. So verbirgt sich hinter den Buchstaben A, B und C die Nummer 1. Dieses System lässt sich Telefonnummern einfacher merken (z.B. 1-800-HILTONS).

Reservierung

Wer nicht plötzlich im Auto übernachten will, der sollte schon rechtzeitig seinen Zeltplatz oder das Hotelzimmer buchen. Eigentlich hat man nur an Feiertagen und in den großen Nationalparks (Yosemite, Grand Canyon, etc.) Schwierigkeiten ohne eine Reservierung eine auch für den eigenen Geldbeutel angemessene Unterkunft zu finden. Um noch relativ kurzfristig und unkompliziert einen Zeltplatz im Death Valley, Glacier, Grand Canyon (1-800-365-2267), Joshua Tree, Mount Rainier, Rocky Mountain, Sequoia/Kings Canyon, Yosemite (1-800-436-7275) oder Zion zu erhaschen.

Hotels, Motels und andere Unterkünfte

Bei einer Rundreise durch die Staaten kommen für die Übernachtung Hotels und Motels oder Campingplätze in Frage. Der Hauptunterschied zwischen Motel und Hotel liegt darin, dass beim einem Motel, das Auto nahe am gemieteten Zimmer abgestellt werden kann und damit die Be- und Entladung des Autos auf kürzestem Wege möglich ist. Ein Motel verfügt im Allgemeinen über ebenerdige und bisweilen doppelstöckige Zimmerreihen und eine Rezeption, nicht aber über eine eigene Gastronomie. Zudem ist es üblich, das Zimmer schon im Voraus für die kommende Nacht zu bezahlen. Dagegen besitzen die meisten Hotels über eine eigene Gastronomie. Unabdingbar ist eine vorherige Besichtigung des Zimmers, das man anmieten will - sonst erlebt man vielleicht eine böse Überraschung. Die Preise für die Übernachtung unterliegen erheblichen regionalen Schwankungen. Sieht man einmal ab von den Zentren der Großstädte und bestimmten Brennpunkten des Tourismus zur jeweiligen Saison (z.B. Grand Canyon) kommt man meist relativ preiswert unter. Man kann aber auch für noch weniger Geld in Jugendherbergen übernachten. Allerdings muss man dann einige Abstriche beim Komfort machen. Zudem sollte man sich von den Angebotstafeln an den Highways nicht blenden lassen, denn die dort angeführten Preise beziehen sich zum Großteil auf nur eine Person. Alle Preisangebote sind netto. Es kommt immer noch die Umsatzsteuer, die im Hotelgewerbe häufig höher liegt, als z.B. im Supermarkt hinzu. Ein Frühstück ist grundsätzlich nicht im Zimmerpreis enthalten. Eine weitere Übernachtungsmöglichkeit ist das Bed & Breakfast. Hierbei quartiert man sich bei einer Familie oder einem älteren Ehepaar über Nacht ein und bekommt darüber hinaus noch ein meist sehr üppiges Frühstück zubereitet. In ländlichen Regionen entdeckt man B & B-Schilder häufiger, als in größeren Städten, wo bei weitem nicht alle Gastgeber ihr Angebot öffentlich machen. Besonders auffällig ist die Zunahme hochwertiger Bed & Breakfast Angebote im Umfeld von Touristenattraktionen des Südwestens. Rund um Nationalparks und an den typischen touristischen Zentren findet man viele reizvolle Quartiere. Bed & Breakfast ist aber nicht die billige Alternative zum Motel. Das Preisniveau liegt überwiegend im Rahmen der Mittelklasse und oft darübe. Allerdings erfährt man so einiges über das Leben einer amerikanischen Familie. Als günstigste Alternative gibt es schließlich noch Jugendherbergen und Hostels, die im Vergleich zu Europa zwar unterentwickelt sind, aber manche der Herbergen befindet sich in günstiger Lage im Brennpunkt der Cities und in besonders schöner Umgebung in oder in der Nähe von Nationalparks. Die Kosten variieren zwischen $8 und $20 pro Nacht. Besonders für Jugendherbergen, aber auch für Motels und Hotels gilt: Einige Wochen im Voraus reservieren.

Camping

Die USA bieten dem Camper den Himmel auf Erden. Denn Platz gibt es genug. Der Campingplatz umfasst in aller Regel ein kleines Areal mit Picknicktisch, Feuerstelle und Grillrost. Auf einigen staatlichen Plätzen geraten die nächsten Nachbarn mitunter schon einmal aus dem Blickfeld. Zwar bieten nicht alle Campgrounds derart viel Platz, und das Brennholz ist oft knapp und und teuer, aber Lagerfeuer und Barbecue gehören zu den unverzichtbaren Zutaten amerikanischer Campingtradition. Auf allen staatlichen Plätzen gilt eine pauschale Einheitsgebühr pro Stellplatz unabhängig von der Personenzahl. Die Gebühren werden mehr und mehr im Self-Registering Verfahren erhoben. D.h. die Camper stecken Bargeld nach Eintragung ihrer Daten in einen bereitliegenden Umschlag und werfen diesen in eine gesicherte Deposit-Box. Wenn einmal der komplette Campground ausgebucht sein sollte, hat man bei Self Service immer noch Chancen unterzukommen: Man fragt einfach einen anderen Camper mit großzügigem Areal, ob er ein Dazustellen gestattet und bietet an, die Kosten voll zu tragen. Die staatlichen Campingplätze in Nationalparks liegen überwiegend in reizvoller Umgebung und zeichnen sich durch großzügige Aufteilung aus. Die Mehrheit der Plätze verfügt neben den üblichen Ausstattungsmerkmalen nur über sehr einfache und mitunter sehr unhygienische sanitäre Einrichtungen. Beim Besuch von mindestens vier Nationalparks lohnt sich der Kauf des Interagency Annual Pass abgelöst. Mit diesem hat der Passbesitzer als auch bis zu drei Begleiter ein Jahr lang kostenlosen Zutritt zu fast allen Nationalpark und dazugehörigen Einrichtungen. Über die kommerziell betriebenen Campingplätze lassen sich allgemeingültige Aussagen nur in sehr grober Form machen. Alle bezüglich Komfort und Lage denkbaren Kategorien sind vorhanden. Die Preisgestaltung orientiert sich an der sanitären und sonstigen Ausstattung und der Nähe zu touristischen Reiserouten und -zielen. Der Camper bekommt dort oft ein betoniertes Plätzchen nah an den anderen Campern sowie Sanitäreinrichtungen mit Duschen, Waschmaschinen, Pool usw. zur Verfügung gestellt. Fast alle privaten Campingplätze lassen sich telefonisch reservieren. Die Nummern finden sich in Campingführern. Wie bei Hotels werden Reservierungen oft nur dann akzeptiert, wenn der Anrufer seine Kreditkartennummer durchgibt. Auch bei Nichterscheinen wird diese dann belastet. Für die staatlichen Plätze gilt überwiegend die Regel first-come-first-served-Prinzip.

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