Die größten Länder

Die größten Länder im Überblick

Die größten Städte

Die größten Städte im Überblick

Name und Lage

Nordamerika ist mit rund 21 Millionen km² der drittgrößte Kontinent der Erde und damit ungefähr doppelt so groß wie Europa. Der Kontinent umfasst außer dem Festland den Archipel Grönland, das französische Übersee-Département Saint-Pierre-et-Miquelon (vor Kanada) und die britischen Bermudainseln. Amerika wurde nach seinem Entdecker, dem Florentiner Amerigo Vespucci benannt, der als Reiseschriftsteller an den Fahrten des Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts teilgenommen hatte. Nordamerika wird von Asien durch das etwa 75 km breite Beringmeer getrennt; mit Südamerika wird es durch den 48 km breiten Isthmus von Panama verbunden. Als Nordspitze Nordamerikas gilt Cape Murchison auf der Halbinsel Boothia (Kanada), der südlichste Punkt ist das Kap Punta Mariato auf der Peninsula de Azureo in Panama. Nach Westen dehnt sich der Kontinent bis zum Cape Prince of Wales auf der Seward-Halbinsel vor Alaska aus, und die östlichste Grenze liegt bei Cape Charles auf der Halbinsel Labrador.

Oberflächengestalt

Nordamerika wird auf der Westseite von den Kordilleren durchzogen, die große Hochlandsbecken und Plateaus einschließen. Auf der Ostseite des Kontinents zieht das Rumpfgebirge der Appalachen von Nordosten nach Südwesten. Dazwischen erstrecken sich zwischen Nordpolarmeer und Golf von Mexiko ausgedehnte Tiefländer. Die Küsten sind im Norden Fjord- und Fjällküsten, im Nordosten meist niedere Felsküsten, im Südosten und Süden überwiegend flache Anschwemmungsküsten. Die größten Flüsse Nordamerikas sind der Mississippi, der Missouri und der Sankt-Lorenz-Strom. Die Großen Seen sowie der Große Bärensee, der Große Sklavensee und der Winnipegsee gehören zu den größten Seen der Erde.

Klima

Nordamerika ist in drei Klimazonen geteilt: der Norden mit Alaska und dem Kanadisch-Arktischen Archipel liegt in der kalten Polarzone; die Ostseite ist im Norden feucht und kühl, der Süden mit Florida dagegen subtropisch. Die Westküste hat angenehmes gemäßigtes Klima. Im Binnenland herrscht Kontinentalklima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Im Sommer sind im Südosten des Festlandes, vor allem jedoch auf den Inseln, Tornados und Hurrikane eine häufige Erscheinung.

Bevölkerung

Die ursprüngliche Bevölkerung (Indianer) wurde größtenteils von den Eroberern ausgerottet oder starb an den eingeschleppten Krankheiten. In Kanada und den USA leben noch ca. 1,7 Millionen Indianer in Reservaten. Im äußersten Norden des Kontinents leben Eskimos. Der größte Teil der Bewohner Nordamerikas besteht aus Nachkommen von Einwanderern aus Europa. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte ist, verglichen mit europäischen Verhältnissen, sehr gering. Auf der Ostseite des Kontinents gibt es jedoch ausgesprochen dichtbesiedelte Ballungsgebiete.

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