Im Rahmen der Slowakei hat Bratislava eine außerordentlich exzentrische Lage. Es liegt am äußersten Rande ihres südwestlichen Bezirks. Ein verhältnismäßig langer Abschnitt der Katastergrenze der Stadt ist gleichzeitig auch Staatsgrenze, was unter den europäischen Metropolen eine Rarität darstellt.
Von Dresden bzw. Prag aus gibt es eine Autobahnverbindung über Brno. Die Gebühr für eine Woche sind 7 Euro, Gebühr für ein Jahr sind 1000 SK (ca. 30€), (Stand: 2008). Man kann die Vignette direkt an der Grenze an der Autobahn kaufen (bezahlen kann man auch mit Euro). Einige Tankstellen verkaufen die Vignetten ebenfalls. Die Autobahn ist nicht im besten gutem Zustand, aber durchaus ok.
Bratislava besitzt einen eigenen Flughafen, auf dem einige Billigairlines landen. Eine Alternative dazu ist der Airport Wien, welcher nur ca. 70 km entfernt liegt.
Die Stadt ist eine Autofahrerstadt und auch dafür optimiert. Man kommt sehr schnell auf breiten Magistralen bis in das Zentrum. Stau gibt es kaum, umsomehr allerdings ein Parkplatzproblem. Rund um die Innenstadt gibt es nur kostenpflichtige (sehr teure) Parkplätze. Wer das bezahlen nicht ernst nimmt wird mit einer "Rad-Kralle" bestraft.
Tipp: Kostenlose Parkplätze gibt es auf der gegenüberliegen Donauseite zum Beispiel am Einkaufscenter "Aupark". Von da aus ist es nur ein kurzer Spaziergang über die "Neue Brücke" bis in die Innenstadt.
Der Busbahnhof von Bratislava heisst Mlynské Nivy und befindet sich auch auf der Mlynské Nivy 31. Tel. +421 90 0211 312 oder +421 97 2222 222.
Der Taxi-Service hat westlichen Standard, auch die Fahrzeuge stammen heute zumeist aus westlicher Produktion. Für Ausländer ist der Preis oft Verhandlungssache. Am besten man überschlaägt, wie viel zuhause für die gewünschte Strecke fällig wäre, die Hälfte davon ist hier ein großzügiges Salär für den Taxifahrer. Sprechen Sie vor Antritt der Fahrt über den Preis, damit es am Ende keine böse Überraschung gibt. Am besten ist es, das Taxi telefonisch anzufordern, gerade an Bahnhöfen oder am Flughafen Bratislava sollte man besonders vorsichtig sein, weil hier unwissende Ausländer gerne über den Tisch gezogen werden.
In Bratislava gibt es eine Autofähre Vojka-Kyselica, die ganzjärig (außer bei sehr schlechtem Wetter) über die Donau fährt. Täglich von 5 Uhr bis 21.30 Uhr. Tel. +421 31 5548 107.
Darüber hinaus gibt eine Fähre Záhorská Ves-Angern etwas ausserhalb von Bratislava über den Fluss Morava, die nach Östereich fuehrt. Sie verkehrt auch täglich von 5 Uhr bis 22 Uhr abhängig vom Wasserspiegel (mindestens 350 cm). www.zahorskaves.sk www.angern.sk
In vielen Hotels und auch kleineren Fahrradvermietungen kann man sich Räder ausleihen, um Bratislava zu erkunden. Diese sind sehr preiswert, allerdings nicht immer im Besten Zustand.
Wer auch längere Strecken fahren möchte, wird mit schönen Strecken zum Beispiel in den kleinen Karpaten Nordöstlich der Stadt empfangen. Etwas Abseits der viel befahrenen Hauptstrasse warten kleine Idylische Wege darauf entdeckt zu werden.
Inbesondere mit dem Rennrad sollte man hier aber aufpassen, viele Gullideckel sind längs zur Fahrtrichtung eingebaut, was zu schweren Unfällen führen kann.
Die medizinische Versorgung der Slowakei entspricht westeuropäischem Standard, auch wenn manches Krankenhaus von außen einen anderen Eindruck erweckt. Ärzte und Personal sind sehr gut ausgebildet.
Die Europäische Krankenversicherungskarte ist auch in der Slowakei gültig und ersetzt den Auslandskrankenschein. Informiere dich vor deinem Reiseantritt bei deiner Krankenkasse über die aktuellen Regelungen und die slowakischen Partnerkassen. Ratsam ist der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung. Viele Medikamente kann man günstiger kaufen, zumal Rezeptgebühr bzw. Praxisgebühr entfallen.