Kurzinfos

HauptstadtMonte-Carlo
Fläche1 km²
Einwohnerzahl32.409
WährungEUR (Euro)
ZeitzoneMEZ
AmtsspracheFranzösisch
Religionrömisch-katholisch
StaatsformKonstitutionelle Monarchie
Telefonvorwahl+377

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Politik

Das Fürstentum Monaco ist eine konstitutionelle Erbmonarchie. Die Unabhängigkeit Monacos, die seit dem 25. Februar 1489 besteht, war bisher an das Bestehen der Grimaldi-Dynastie gebunden. Ein Vertrag mit Frankreich regelte, dass bei Aussterben der Grimaldi Monaco an Frankreich fällt.

Zwischen Frankreich und Monaco besteht ein so genanntes völkerrechtliches Protektorats-Verhältnis, das in einem „Schutzvertrag mit Frankreich“ vom 17. Juli 1918 festgelegt wurde. Darin garantierte Frankreich die Unabhängigkeit und Souveränität Monacos, für wichtige Einzelentscheidungen der monegassischen Außenpolitik wurde jedoch eine Konsultationspflicht festgelegt. Zur Nachfolge des Fürsten heißt es darin: „Im Falle einer Vakanz der Krone, beispielsweise durch das Fehlen eines direkten oder adoptierten Erben, würde das Gebiet von Monaco einen autonomen Staat unter dem Protektorat von Frankreich bilden“.

Für mehrere Schlüsselpositionen im Fürstentum schlägt nach den bisherigen Abkommen die französische Regierung die Beamten vor: der monegassische Regierungschef, der Generalstaatsanwalt und der Polizeichef. Im Oktober 2002 wurde eine Neufassung des Vertrages unterzeichnet, die den außenpolitischen Spielraum Monacos erweitert, in wichtigen Fragen aber weiter eine Konsultationspflicht vorsieht. Über Frankreich ist Monaco auch dem Schengener Abkommen angeschlossen. Monaco ist seit dem 28. Mai 1993 Mitglied der Vereinten Nationen, beantragte am 21. Oktober 1998 den Beitritt zum Europarat und wurde am 5. Oktober 2004 aufgenommen. Seit dem 7. Januar 2000 unterhält Monaco eine Vertretung bei der EU in Brüssel. Die Regierungsgeschäfte von Monaco werden seit April 2005 von Fürst Albert II. ausgeübt.

  • Staatsoberhaupt: Fürst Albert II.
  • Regierungschef: Jean-Paul Proust
  • Nationalhymne: Hymne Monégasque
  • Nationalfeiertag: 19. November
  • Amtssprache: Französisch

Geschichte

Ursprünglich war die Kolonie von Phönikern besiedelt. 1331 kam sie unter die Herrschaft der genuesischen Adelsfamilie Grimaldi und stand mit dieser seit 1641 meist unter französischer Schutzherrschaft. 1793-1814 war Monaco Frankreich angeschlossen, 1815 kam es als eigenständiges Fürstentum unter sardinische Schutzherrschaft, seit 1861 wieder unter französische. Albert I. (1889-1922) gab Monaco 1911 eine Verfassung. 1922-49 regierte Ludwig II., danach Rainier III. bis 2005, seitdem Albert II.

Bevölkerung

Monaco ist einer der dichtesten besiedelten unabhängigen Staaten der Welt (ca. 17.000 Einwohner pro km²), welcher auch zu den sichersten der Welt gehört. Die Einwohner von Monaco werden als Monegassen bezeichnet. Die einheimische Bevölkerung (2004: 7.600) macht jedoch nur einen relativ geringen Anteil der anwesenden Bevölkerung aus. 47 % der Einwohner sind Franzosen. Italiener und Monegassen machen jeweils 16 % der Bevölkerung aus. Die restlichen 21 % verteilen sich auf 125 verschiedene Nationalitäten.

Der Anteil der Franzosen an der Bevölkerung ist permanent rückläufig, da die in Monaco wohnenden Franzosen aufgrund eines Abkommens zwischen Frankreich und Monaco in Frankreich steuerpflichtig sind, so dass sie die extrem hohen Lebenshaltungskosten (v.a. Immobilienpreise) nicht durch eine Steuerersparnis kompensieren können.

Sprache

Das Monegassische ist ein romanischer Dialekt, der mit dem ligurischen Dialekt der italienischen Sprache verwandt ist. Alleinige Amtssprache ist jedoch Französisch. Darüber hinaus werden auch Italienisch und Englisch gesprochen.

Religion

Die römisch-katholische Kirche ist die offizielle Staatskirche. Monaco ist Sitz eines Erzbischofs. Die Freiheiten anderer Religionen und Konfessionen werden jedoch von der monegassischen Verfassung garantiert. 90 Prozent der Monegassen sind Katholiken, 6 Prozent Protestanten, daneben gibt es orthodoxe und jüdische Minderheiten.

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