| Hauptstadt | Rom |
| Fläche | 301.230 km² |
| Einwohnerzahl | 58.103.000 |
| Währung | EUR (Euro) |
| Zeitzone | UTC +1 (MEZ); UTC +2 (MESZ) |
| Amtssprache | Itlienisch |
| Religion | Katholisch |
| Staatsform | Parlamentarische Republik |
| Telefonvorwahl | +39 |
Eines der beliebtesten Urlaubsländer in Europa ist Italien. Von den Alpen in Norditalien bis zu den Stränden im Süden bietet das Land die unterschiedlichsten Landschaften mit einem mediterranen Einfluss.
Sehr typisch ist das Temperament der Italiener, welche sich für deutsche Verhältnisse sehr laut unterhalten.
Wer kennt sie nicht, die "Italienische Küche" mit Pizza, Pasta, Parmesan oder auch dem Parma-Schinken. Es gibt im Land allerdings noch eine ganze Menge mehr zu entdecken.
Die italienische Küche ist eine der vielfältigsten auf der Welt und wenn man sich in den verschiedenen Regionen im Land bewegt, merkt man schnell, dass jede Region auch eine eigene Küche mit verschiedenen Spezialitäten hat.
Die Essensgewohnheiten in Italien unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland. Das Frühstück (colazione) fällt in Italien meist etwas kleiner aus. Es besteht aus einem Cappuccino und einem Croissant (cornetti), einem Milchbrötchen (brioche) oder auch einem Sandwich (panini). Oft wird dieses gleich an einer Bar im Stehen eingenommen. Die Hauptmahlzeit wird im Land ab 13:00 Uhr als Mittagsmenü (Pranzo) oder ab 20:00 Uhr als Abendessen (Cena) begangen. Dies verschiebt sich im Winter um ca. eine halbe Stunde nach vorn und im warmen Süden geht man meist eine halbe Stunde später ins Restaurant. Meist sitzt man in Italien länger am Tisch und immer werden mehrere Gänge gereicht. Die einzelnen Gänge sind dabei eine Vorspeise (Antipasto), mit welcher bei größeren Essen das Menü eingeleitet wird. Danach gibt es das Primo piatto (Pasta, Suppe oder auch Risotto) und das Secundo piatto, ein Fisch oder Fleischgericht, welches mit Contorto o insalata (Gemüsebeilage oder Salat) bestellt wird. Zum Abschluss gibt es ein Dessert (dolci) oder einen Kaffee. Wer hier einen Cappuccino bestellt, zeigt sich nicht unbedingt als Kenner. Besser ist hier der stilechte Espresso.
Im Normalfall bestellt man in einem Ristorante mindestens einen "Primo" oder einen "Secondo" sowie einen "Contorno" (Gemüsebeilage) und im Nachgang noch einen Kaffee. Ähnliches gilt in einer Trattoria, was die preiswerte Version eines Ristorante ist. Hier ist teilweise die Auswahl der Speisen nicht so vielfältig. Die Unterscheidung zwischen Ristorante und Trattoria zu erkennen, ist gelegentlich etwas schwierig. Hier hilft nur ein Blick auf die Speisekarte, um sich die Preise und auch die Auswahl der Gerichte vorher anzuschauen.
Natürlich gibt es auch in Italien einfachere Küchen (tavola calda), in denen es fertig vorbereitete Speisen gibt. Dies sind meist regionale Spezialitäten oder auch Pizza oder Pasta. Ebenfalls sind in allen größeren Städten die üblichen Fastfood-Ketten und andere Restaurants vorzufinden.
Bei aller Auswahl der verschiedenen Lokalitäten sollte man sich nicht von den Äußerlichkeiten eines Restaurants täuschen lassen. Das beste Essen gibt es - wie so oft - nicht in den schicken Läden auf der Hauptstraße, sondern in den kleinen Restaurants in den kleineren Gassen.
Die Rechnung - welche immer für einen Tisch erstellt wird (bitte vorher darauf hinweisen, wenn es nicht so sein soll, "Conti separati") - enthält üblicher Weise den Grundpreis für Brot und Gedeck (pane e coperto) sowie die Bedienungspauschale (servizio, ca. 15%). Die Rechnung sollte man immer mitnehmen, da gelegentlich Kontrollen der Steuerfahndung (Guardia di Finanza) durchgeführt werden. Um eine Quittung zu verlangen, kann man nach der Ricevuta fragen.
Aus Italien kommen einige der besten Weine der Welt. Der Wein gehört hier einfach mit zur Lebenskultur. Wein wird immer (aber auch nur) zum Essen getrunken. Aufgrund der Vielfalt der Anbaugebiete, Sorten und unterschiedlichen Kelterungsarten sollte man viele verschiedene Weine probieren.
Weiterhin wird zum Essen auch immer Wasser gereicht. In den Restaurants wird dabei aqua minerale serviert. Dies kann als frizzante (mit Kohlensäure) oder als naturale (ohne Kohlensäure) bestellt werden. Die Leitungswasserqualität ist im ganzen Land eigentlich gut. Trotzdem sollte man lieber auf die abgefüllten Mineralwasser zurückgreifen.
Vor dem Essen trinken viele Italiener einen Camparia Soda oder einen Prosecco-Aperol. Als Alternative dazu gibt es meist einen alkoholfreien Fruchtcocktail. Nach dem Essen wählt man zwischen einem Espresso, einem Grappa oder auch einem Amaro (schwarzer Kräuterlikör). Weiterhin gibt es auch noch den Amaretto (Mandellikör), den Sambuca sowie den im Süden des Landes verbreiteten Zitronenlikör (Limoncello).
In Italien gibt es auch Bier. So sind zum Beispiel das Dreher, das Peroni oder das Moretti einheimische Biere, die sich durchaus trinken lassen. Zum Probieren kann man auch einfach ein birra nazionale bestellen und bekommt dann das typische Bier der jeweiligen Region.