| Hauptstadt | Reykjavík |
| Fläche | 103.000 km² |
| Einwohnerzahl | 310.000 |
| Währung | ISK (Isländische Krone) |
| Zeitzone | UTC +0 |
| Amtssprache | Isländisch |
| Religion | Isländische Staatskirche |
| Staatsform | Parlamentarische Republik |
| Telefonvorwahl | 00354 |
Island ist nach der Verfassung von 1944 eine parlamentarisch-demokratische Republik. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive ist der Präsident (auf vier Jahre direkt gewählt); er ernennt und entlässt die Mitglieder des Kabinetts unter Vorsitz des Ministerpräsidenten und verfügt über ein beschränktes Vetorecht.
Die Legislative liegt beim Zweikammernparlament, bestehend aus Ober- und Unterhaus. Einflussreichste Parteien: Unabhängigkeitspartei (SF), Fortschrittspartei (FF), Sozialdemokratische Partei (AF) und Volksallianz (AL).
Die ersten Siedler waren vermutlich im 8. Jahrhundert schottische Mönche. Seit 874 kamen norwegische Wikinger auf die Insel.
930 trat erstmals das Althing als zentrale Institution der Rechtsprechung und Gesetzgebung zusammen; es beschloß um 1000 die Annahme des Christentums.
Ab Ende des 10. Jahrhunderts unternahmen Isländer ausgedehnte Seefahrten, gründeten 986 in Südgrönland unter Führung Erichs des Roten Siedlungen und gelangten von hier aus mit ihren Schiffen bis nach Nordamerika.
Nach inneren Machtkämpfen unterstellte sich Island 1262 der Oberhoheit des norwegischen Königs. Mit Norwegen kam Island 1380 an Dänemark. 1550 wurde die lutherische Reformation eingeführt. Unter J. Sigurdsson erwachte im 19. Jahrhundert eine Unabhängigkeitsbewegung: 1843 wurde das (1800 suspendierte) Althing als beratende Versammlung wieder eingesetzt, 1854 das dänische Handelsmonopol aufgehoben und 1874 eine Verfassung gewährt.
Am 1.12.1918 wurde Island ein selbstständiger Staat, blieb aber mit Dänemark durch Personalunion verbunden. Im 2. Weltkrieg war Island von britischen, danach von amerikanischen Truppen besetzt.
Am 24.5.1944 bestätigte die Bevölkerung in einer Abstimmung die Auflösung der Union mit Dänemark. Nach Ausrufung der Republik am 17.6.1944 wurde S. Björnsson Staatspräsident. Island trat 1946 den UN, 1949 der NATO bei; 1951 schloß es ein Schutzabkommen mit den USA. Seit 1994 ist Island Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
2001 trat Island dem Schengener Abkommen bei. Die Bevölkerung spricht sich einheimischen Umfragen zufolge mehrheitlich für einen Beitritt zur Europäischen Union aus.
Die Bewohner Islands sind fast ausschließlich Isländer. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in Reykjavík; das Landesinnere ist kaum besiedelt. Jedoch steigt die Bevölkerungszahl durch den zunehmenden Ausländeranteil, wie Polen, Dänen, Philippiner und Deutsche.
Die Landessprache ist Isländisch. Sie zählt zu den nordgermanischen Sprachen und ist mit dem Altwestnorwegischen verwandt. Die Sprache hat sich durch die Jahrhunderte hindurch sowenig geändert, dass die Isländer die mittelalterliche Edda problemlos im Original lesen können.
Doch die Isländer sprechen gut Englisch, so dass eine Verständigung, auch ohne Kenntnisse der Landessprache, durchaus möglich ist.
Etwa 93 % der isländischen Bevölkerung gehören der evangelisch-lutherischen „Isländischen Nationalkirche“ (Staatskirche) an. 4 % sind Mitglieder der lutherischen Freikirchen; die katholische Kirche hat ca. 1000 Mitglieder.