Die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland liegt im Süden Englands und ist eine der größten Städte der Erde. Seit der 1965 erfolgten Neugliederung und Erweiterung durch Eingemeindungen besteht London aus der nur 2.7 km² großen City of London, dem alten Stadtkern, und 32 London Boroughs, den Stadtbezirken. London liegt im Londoner Becken auf beiden Ufern der Themse, 75 km oberhalb ihrer Mündung. London ist königliche Residenz, Sitz der Regierung, des Parlaments sowie der zentralen Gerichtshöfe und Behörden.
London ist Finanz-, Handels-, Verwaltungs- und politisches Zentrum Großbritanniens sowie eine bedeutende Industriestadt. Zum UNESCO-Weltkulturerbe wurden Tower, Westminster Abbey, Westminster Hall und Saint Margaret erklärt.
Von Dover geht es auf der M 20 nach London Richtung West End/City. Seit 2003 gibt es eine City-Maut, um das Verkehrsaufkommen in der heillos verstopften Innenstadt zu reduzieren. Die Maut beträgt acht Pfund pro Tag, man sollte sich also überlegen, wo man sein Auto abstellt und dann die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.
Von verschiedenen Städten Deutschlands aus verkehren mehrmals in der Woche Europabusse.
Gut zwölf Stunden braucht man von Dresden nach London mit der Bahn. Künftig fahren die Züge, die durch den Ärmelkanaltunnel kommen, den Bahnhof St. Pancras, dem benachbarten Zwillingsbahnhof von Kings Cross, an. Dort findet man auch ein Hinweisschild auf das legendäre Gleis 9 ¾, von wo aus am 1. September der Hogwarts-Express abfährt, wie Harry-Potter-Fans wissen. Auskünfte über Touristenfahrkarten, Familien- und sonstige Ermäßigungen erteilen die Deutsche Bahn, Reisebüros oder das Internet unter www.eurostar.com, http://stpancras.eurostar.com/en.gb, www.networkrail.co.uk, www.kingsx.co.uk und www.itravelnet.com.
Linienflüge (Lufthansa, British Airways, Austrian Airlines, Swiss) landen in Heathrow, Billigflieger in Stansted, Luton oder Gatwick. Busse bedienen alle Airports, die U-Bahn fährt nach Heathrow. Angebote über Billigflüge und Sondertarife können jeweils direkt bei den Fluggesellschaften erfragt werden, z.B. unter www.easyjet.com, www.germanwings.com, www.ryanair.com.
Von London Heathrow gibt es den London Express, mit dem man in 15 Minuten bis zur Paddington Station kommt. Kostet hin und zurück allerdings aktuell 32 GBP, wenn man das 2-Way-Ticket kauft. Das ist einen Monat lang gültig.
Im übrigen sollte man ein Hotel für London immer im voraus buchen, denn zu bestimmten Zeiten ist es schwer ein Zimmer zu bekommen.
Trotz der sich auf dem Vormarsch befindenden Coffeeshops ist der schwarze Tee immer noch „das“ Getränk er Londoner. Eine Tasse Tee ist das erste, was einem bei Krisen jeglicher Art in die Hand gedrückt wird. Meist wird der Tee mit Milch, also „white“ getrunken. Ebenso typisch ist die Benutzung der berühmten Doppeldeckerbusse. Damit werden täglich etwa doppelt so viele Fahrgäste befördert wie auf der London Underground. Die roten Doppeldeckerbusse sind ebenso ein international bekanntes Symbol der Stadt wie die schwarzen Taxis. An den Haltestellen kann man Menschen aller Gesellschaftsschichten geduldig in der Schlange warten sehen – very british!
Bei einer Schlange an Bushaltestellen sollte man sich grundsätzlich hinten anstellen. Im Zweifel fragt man, wo das Ende der Schlange ist: Is this the end of the queue? Vordrängeln ist unhöflich und wird von den ansonsten toleranten Briten nicht gern gesehen. Bei der U-Bahn-Rolltreppe ist die Überholspur links, man sollte sie tunlichst nicht blockieren.
Wer Lust auf einen gepflegten Afternoon Tea im Ritz verspürt, sollte als Mann unbedingt Jackett und Krawatte im Reisegepäck haben. In Turnschuhen und Jeans wird man nicht hineingelassen, das gilt auch für die Damen. In manchen Clubs und Bars herrscht dieser Dresscode ebenfalls.
Trinkgelder sind in Restaurants, Hotels und bei Taxis durchaus üblich. Sie sollten zwischen 10 und 15 % betragen. In Pubs wird grundsätzlich kein Trinkgeld gegeben, wenn man an der Bar bestellt,. Wird man am Tisch bedient gibt man auch im Pub Tringeld. Meistens ist das Trinkgeld im Preis inbegriffen. Man "tipt" aber wenn es einem gut gefallen hat extra.
In London gibt es Kneipen jeglicher Art und Nationalität – wer es jedoch traditionell möchte, für den ist ein Besuch im Pub Pflicht. Dort bestellt man seine Getränke am Tresen und bezahlt sie gleich – ohne Trinkgeld. Im Pub herrscht kein Klassenunterschied bei den ansonsten sehr klassenbewussten Engländern. Es ist je nach Kneipe laut oder gemütlich. Geraucht werden darf in London schon seit letztem Sommer nicht mehr.
Auch beim Essen gilt: es gibt alles. Die Zeiten, in denen man auf gediegenem Porzellan so gut wie nichts serviert bekam, sind vorbei. Die multikulturelle Bevölkerung Londons schlägt sich auch auf das Speisenangebot nieder. Was bei uns der „Italiener“ ist, sind in London indische Restaurants. Vornehme Gourmettempel findet man in der englischen Metropole ebenso wie Imbissläden, „Greasy Spoons“ genannt, in denen es vorwiegend Fettiges gibt. Typische Spezialitäten sind „fish and chips“, für den Engländer am liebsten mit viel Essig, Sandwichs mit verschiedenen Füllungen, Pie, Scones, Crisps (Kartoffelchips) in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Natürlich gibt es auch die international bekannten Fastfood-Restaurants. Die Devise lautet: einfach durchprobieren!
Man kann sich einmal um den Erdball essen. In London sind alle Kuechen dieser Welt vertreten. Wie wäre es zum Beispiel mit Burmesisch oder Ethiopisch.
Auf http://www.london-eating.co.uk/ kann man die Bewertungen Anderer lesen und weiß was einen erwartet - auch finanziell.
London ist traditionell ein Anziehungspunkt für verschiedene Kulturen und Religionen. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Iren, Polen, Italiener und osteuropäische Juden nach London kamen, sind seit circa 1950 vor allem Menschen aus ehemaligen britischen Kolonien, wie Indien, Pakistan und Bangladesch eingewandert. Die ethnische und soziale Entmischung der Bevölkerung ist in der britischen Hauptstadt weniger ausgeprägt als in New York. Rund 20 Prozent der Einwohner stammen aus Asien, Afrika und der Karibik. In den östlichen Bezirken Londons sind Arbeitslosigkeit, Armut, Überbelegung der Wohnungen und Verfall der Bausubstanz erheblich höher als in den westlichen Bezirken.
London ist Dreh- und Angelpunkt des Straßen-, Schienen- und Luftverkehrs im Vereinigten Königreich. Das Verkehrswesen fällt in die direkte Zuständigkeit des Oberbürgermeisters, der die betrieblichen Belange an die Verkehrsgesellschaft Transport for London (TfL) delegiert. TfL übt die Kontrolle über den größten Teil des öffentlichen Personennahverkehrs aus. Dazu gehören U-Bahn, Busse, Straßenbahnen und Stadtbahnen, nicht jedoch der Eisenbahnvorortsverkehr und der Flugverkehr. Darüber hinaus reglementiert TfL das Taxiwesen und ist für den Unterhalt der wichtigsten Hauptstraßen verantwortlich.
London ist ein wichtiges Zentrum des internationalen Luftverkehrs. Die Flughäfen Heathrow und City Airport befinden sich innerhalb der Grenzen von Greater London. Gatwick, Heathrow und Stansted werden durch Airport-Express-Züge mit der Innenstadt verbunden. Außerdem besitzt Heathrow als einziger der Londoner Flughäfen einen U-Bahn-Anschluss. Der City Airport wird auch über die Docklands Light Railway angebunden.
Nach dem Fund zweier Autobomben in London am 29.06.2007 und dem Brandanschlag auf den Flughafen von Glasgow am 30.06.2007 wurde in Großbritannien die höchste Terrorwarnstufe („critical“) ausgerufen, die inzwischen auf die zweithöchste Stufe („severe“) abgesenkt wurde. Die Sicherheitsvorkehrungen bleiben landesweit auf hohem Niveau. Aktuelle Hinweise für Reisende nach London gibt die Website www.london.diplo.de.
Bei akuten Krankheiten und Notfällen haben EU-Bürger Anrecht auf kostenlose medizinische Grundversorgung im Krankenhaus (Notaufnahme: Accident & Emergency, A&E u.a. St. Mary’s)