Die Hauptstadt der französischen Republik ist zugleich die größte Stadt des Landes. Sie liegt im Département île de France und ist in 20 Arrondissements gegliedert.
Das Stadtgebiet wird im Wesentlichen vom Ring des äußeren Boulevards umschlossen, an die sich die Vorstädte (Banlieu) anschließen. Paris liegt beiderseits der Seine, im Pariser Becken, und ist von großen Wäldern umgeben, die als Erholungsgebiete dienen. Das Stadtbild ist im Lauf der Zeit mehrfach umfassend verändert worden, zuletzt unter Napoleon III.
Das historische Zentrum liegt auf der Île de la Cité, dem Ausgangspunkt der Besiedlung. Die Seineufer sind durch mehr als 30 Brücken miteinander verbunden, die Quais mit ihren historischen Bauten wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
In Frankreich ist die Benutzung der Autobahnen gebührenpflichtig. Dies sollte bei der Planung der Reisekosten berücksichtigt werden. Das Auto sollte man zur An- und Abreise benutzen, da die Verkehrsverhältnisse in Paris recht turbulent sind. Außerdem ist es sehr schwierig, einen Parkplatz zu finden.
Von verschiedenen Städten Deutschlands aus verkehren mehrmals in der Woche Europabusse.
Paris ist einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte des europäischen Kontinents und verfügt über fünf internationale Bahnhöfe. Alle Bahnhöfe bieten Busverbindungen zur Innenstadt sowie Métro- und RER-Stationen (sog. Métro-Express). Auskünfte über Touristenfahrkarten, Familien- und sonstige Ermäßigungen erteilen die Deutsche Bahn oder jedes Reisebüro. Frühbuchen ist häufig billiger als fliegen. Der Zug bietet sich an, da mittlerweile ein ICE direkt von Frankfurt/Main oder Stuttgart nach Paris (Gare de l´est) fährt. Dieser braucht 3,5 Stunden und man befindet sich dann auch mitten in der Innenstadt und kann sich den 8 Euro teuren, einstündigen RER-Zubringerzug vom Flughafen CDG sparen.
An erster Stelle in Frankreichs Flugnetz liegt Paris. Verbindungen innerhalb Mitteleuropas werden über den Flughafen „Charles des Gaulle“ oder Paris ORLY abgewickelt. Die Lufthansa fliegt regelmäßig von verschiedenen deutschen Flughäfen aus direkt nach Paris, ebenso wie die Air France, sowie auch preiswertere Fluggesellschaften wie wie z.B. easyjet.
Angebote über Billigflüge und Sondertarife können jeweils direkt bei den Fluggesellschaften erfragt werden, z.B. bei Air France, British Airway oder Lufthansa.
Der Zug (RER B4) fährt direkt vom Flughafen in 30 Minuten in die Stadt. Die Kosten betragen 9,10 Euro (Stand: 2008). Als Alternavite fährt die Bahn C2 in 40Minuten zum Ivalidendom in die Stadt. Beide Züge fahren von 6:00Uhr bis 23:00Uhr.
Möchte man den Bus nutzen so fährt der Orly-Bus aller 12 Minuten (6:00Uhr und 23:30Uhr) an den Place Denfert-Rachereau. Gestartet wird am Bussteig 4 und die Fahr kostet 6,30 Euro (Stand: 2008).
Die Taxifahrt ins Zentrum kostet ca. 35 Euro.
Cafés und Bistros gehören zum Pariser Stadtbild einfach dazu. Es gehört zum Savoir-vivre dazu, einen Espresso zu trinken und dabei die Passanten zu beobachten. Dabei sollte man wissen, dass der Preis des kleinen Schwarzen unterschiedlich ist – je nachdem, wo man sitzt. Denn am Tresen ist der Kaffee billiger als draußen am Tisch. Weniger zu empfehlen ist dagegen die Pizza in jedweder Form. Wer dennoch nicht darauf verzichten mag, muss sich auf ein teigiges Etwas ohne besonderen Geschmack einstellen. Dann lieber ein Baguette mit Käse oder Salami; frisch und knusprig ist es zu jeder Tageszeit ein Hochgenuss.
Beim Betreten eines Lokals ist es höflich, ein allgemeines „Bonjour, messieurs/dames“ zu sagen. Die Anrede „Monsieur“ und „Madame“ sollte stets verwendet werden. Ebenso ist es ratsam, Kellner mit „Monsieur“ und Kellnerinnen mit „Madame“ oder „Mademoiselle“ anzusprechen. „Garcon“ (Junge) für Ober ist inakzeptabel und wird häufig mit Nichtbeachten quittiert. Man sollte auch unbedingt warten, bis man einen Platz zugewiesen bekommt. Selbst bei einem fast leeren Restaurant würde es keinem Franzosen einfallen, sich selbst einen Tisch auszusuchen.
Trinkgelder gehören zum französischen Leben. Im Allgemeinen gelten die Modalitäten des Trinkgelds, wie hier in Deutschland. In den Restaurants und Cafés ist das Bedienungsgeld fast immer in der Rechnung enthalten, Servis compris. War man mit der Bedienung zufrieden, empfiehlt es sich, die Rechnung nach oben aufzurunden (bis zu 10 %). Auch Taxifahrer, Fremdenführer, Toilettenfrauen und Zimmermädchen freuen sich über ein Trinkgeld.
Viele der alten Pariser Pissoirs wurden durch moderne Münz-Toiletten ersetzt. Man findet sie fast überall in der Stadt – in manchen spielt sogar klassische Musik! Dennoch ist man gut beraten, einen kleinen Vorrat an Papiertaschentüchern und eventuell Seifentüchern dabei zu haben – für alle Fälle.
Die Franzosen haben ein Faible für Essen. Die meisten Restaurants bieten französische Küche, doch gibt es auch viele gute italienische, griechische, indische und chinesisch-vietnamesische Lokale. Es kommt eben ganz auf den jeweiligen Geschmack an. Die traditionelle französische Küche ist nicht ganz billig und vor allem sehr zeitintensiv. Oft sind in Nebenstraßen die Restaurants günstiger als auf den großen Boulevards.
Wer es gern schneller hat, der kann sich an fast jeder Straßenecke mit Quiches, Crêpes oder belegtem Baguette versorgen. Natürlich gibt es auch die international bekannten Fastfood-Restaurants.
Paris ist eine Weltstadt und wird jedes Jahr von mehreren Millionen Touristen besucht. Dies merkt man besonders in der Innenstadt sehr stark. Vor den weltbekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Eifelturm, bilden sich sehr schnell lange Schlangen. Hier lohnt es sich etwas früher aufzustehen und gleich am Morgen diese Highlights zu besuchen. Die Nachmittagstunden kann man dann nutzen um das Flair der Stadt zu genießen.
Das französische Straßen- und Bahnnetz ist gut ausgebaut. Ein dichtes Autobahnnetz verbindet in erster Linie den Großraum Paris mit den Regionen. Die meisten Autobahnstrecken werden privat betrieben, hier herrscht Mautpflicht. Das Schienennetz des Hochgeschwindigkeitszugs TGV wurde in den 80er Jahren stark ausgebaut. Von Paris aus kann man mit dem TGV fast alle Städte Frankreichs erreichen.
Es gibt drei unterschiedliche öffentliche Verkehrsmittel in Paris: Métro, RER Hochgeschwindigkeitsmetro in die Vororte und Bus (Autocar). Métro-Netzpläne hängen in allen Stationen aus und werden kostenlos abgegeben. Wer die Métro regelmäßig benutzen will, kauft ein carnet (Buch) mit zehn Fahrscheinen. Dieses carnet ist günstiger (11,10 € für 10 Fahrscheine) als Einzelfahrscheine (je 1,50 €). Hilfe für die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel erteilen die Fremdenverkehrsbüros.
Es gibt Inlandsflüge zu den meisten wichtigen Städten Frankreichs. Orly Ouest wickelt Flüge von Paris aus ab.
Nach den Verordnungen der EU haben Versicherte deutscher Krankenkassen Anspruch auf Leistungen, wenn sie während eines Frankreichaufenthaltes erkranken. Angefallene Arztrechnungen können nach Rückkehr bei der betreffenden Krankenkasse eingereicht werden. Die Höhe des Erstattungsbetrages richtet sich nach den in der Bundesrepublik Deutschland üblichen Sätzen.
Benötigt man einen Arzt, erhält man in den Apotheken, die mit einem grünen Kreuz gekennzeichnet sind, kompetente Auskunft. Bei ernsthaften Verletzungen sollte man die Notfallabteilung eines Krankenhauses aufsuchen. Auch hier kann die Apotheke Auskunft erteilen. Ein Krankenwagen kann unter der Notfallnummer 15 SAMU (Service d’Aide Medicale d’Urgence) angefordert werden. Die medizinische Versorgung in Frankreich hat einen hohen Standard, und die Einrichtungen sind meist sehr gut ausgestattet.
SAMU (Krankenwagen): 15
Police secours (Polizei): 17
Pompiers (Feuerwehr): 18
Europäische Notrufnummer: 112
Diese Notrufnummern sind kostenlos.
Tel. +33 1 53834500, Fax: +33 1 43597418
13-15, Avenue Franklin-Roosevelt, 75008 Paris, Frankreich
Tel. +33 1 53834500
34, Avenue d’Iéna, 75016 Paris, Frankreich