| Hauptstadt | Tallinn |
| Fläche | 45.226 km² |
| Einwohnerzahl | 1.332.893 |
| Währung | EEK (Estnische Krone) |
| Zeitzone | UTC +2 (EET), UTC+3 EEST (März - Oktober) |
| Amtssprache | Estnisch |
Das Klima ist kontinentaler als in Mitteleuropa: Es gibt deutlich größere Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie zwischen Sommer und Winter, wobei die küstenahen Gebiete natürlich geringere Schwankungen aufweisen als der Osten und Südosten.
Im Sommer beträgt die durchschnittliche Temperatur knapp 17 Grad Celsius, im Winter minus 5 Grad Celsius. Die tatsächliche Bandbreite liegt allerdings zwischen etwa minus 25 Grad Celsius und plus 25 Grad Celsius.
Der Winter ist lang, und der Frost dauert weit bis in den März hinein. Dabei sind ab Mitte Januar die Küstengewässer einschließlich der Inseln zugefroren. Bei einer Eisschicht von bis zu 80 Zentimetern Dicke fährt man bisweilen per Auto über das erstarrte Meer zu den Inseln .
Der Himmel ist dann meist wolkenverhangen, und die nördliche Lage bedingt Tageslicht nur zwischen etwa 9 Uhr und 15 Uhr mit entsprechend geringer Sonnenscheindauer. Mit dem Frühlingseinzug (Apfelblüte) ist frühestens Ende Mai zu rechnen.
Die Hauptreisemonate sind Mai bis August. Das Wetter in Estland kann wochenlang sehr schön und warm sein. Es kann jedoch auch passieren, dass der Sommer unerwartet früh vorüber ist. Dann empfiehlt sich vor allem der Frühherbst, wenn die Mischwälder die ganze Pracht vorzeigen, Wolken sehr tief hängen, die Hochmoore einen bunten Teppich übergelegt haben und der Regen das Moos auf den Steinzäunen und Dächer zum Leuchten bringt. Wer nur Sonne sucht und in warmem Meerwasser baden will, sollte sich jedoch lieber für einen Griechenlandurlaub entscheiden.
Seit dem 20. Juni 1992 gilt die Estische Krone (Kroon, EEK), unterteilt in 100 Senti, als alleiniges Zahlungsmittel .
Sie wurde im Verhältnis 8:1 fest an die D-Mark gebunden, so dass jetzt 1 Euro = 15, 6466 Estische Kronen bzw. 100 Estische Kronen 6, 3912 Euro betragen.
Einen Kurs unter 1:15, wie ihn manche Hotels bieten, sollte man nicht akzeptieren. Es sind sehr wenige Münzen im Umlauf, und weil bereits der geringe Betrag von 2 EEK (anfangs sogar 1 EEK) Papiergeld ist, hat man schnell dicke Bündel Scheine in der Tasche. Selbst der größte Schein hat nur einen Wert von 500 EEK. Trotz dieser Skepsis hervorrufenden Papiergeldmenge hat sich die Krone seit ihrer Einführung als sehr stabil erwiesen, die Inflationsrate hielt sich stets in vertretbaren Grenzen.
Mit der Landeswährung kann man alles kaufen, Euro oder Dollar werden nirgendwo verlangt. Handeln und Feilschen ist unüblich.
Es gibt überall Geldautomaten, wo man mit der EC-Karte bequem Beträge zwischen 100 EEK und teilweise 10 000 EEK abheben kann. Kreditkarten sind weit verbreitet, Reiseschecks werden ebenfalls eingelöst.
Estnisches Bargeld ist außerhalb des Landes selten erhältlich oder rücktauschbar, am ehesten in Helsinki und vereinzelt in Lettland. .
Die größten Banken sind „Hansapank“ und „Eesti Ühispank“, beide mit dichtem Filialnetz. Außerdem existieren Wechselstuben.