Port Lincoln / South Australia - Reisebericht von orbit11

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Port Lincoln / South Australia

Reisedatum: 29. Januar 2012 | 208 mal gelesen | Bericht kommentieren

Seit über einem Monat haben wir nun kein Lebenszeichen mehr auf den Blog gestellt!

Der Grund ist die durch Monikas gesundheitliche Probleme bedingte Ungewissheit, was den weiteren Reiseverlauf betrifft: Mit der Absaugung des bereits im letzten Bericht erwähnten Abszesses kurz vor Weihnachten war die Sache nämlich keineswegs erledigt! Die wunde Stelle füllte sich weitere Male trotz wochenlangen begleitenden Antibiotika Schluckens, auch eine erneute Absaugung brachte nicht den gewünschten Erfolg, sodass der behandelnde Facharzt Mitte Januar einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose als unausweichlich ansah. Nach Abwägen verschiedener Gesichtspunkte entschloss sich Monika, die Reise zu unterbrechen und die Behandlung in Österreich fortzusetzen. Die Tatsache, dass die Reiseversicherung wohl den Heimflug, nicht aber die stationäre Behandlung in Australien bezahlt, half bei dieser Entscheidung. Also flog Monika am 18. Januar von Perth über Singapur, London und München nach Hause, ist dort unter bekannter Adresse und Telefonnummer zu erreichen und plant ihre Rückkehr nach Ostaustralien für die zweite Februarhälfte.

 

Für die Reiseroute bedeutete dies folgendes: Von 21. Dezember bis 19. Januar waren wir in Perth stationiert, von dort unternahmen wir zu zweit, seit 3. Januar zu dritt mit Melanie- in Abstimmung mit Monikas Arztterminen - etliche Tagesausflüge und zwei fünftägige Exkursionen in die weitere Umgebung. Seither reisen Melanie und Werner der Südküste entlang Richtung Osten und schließlich in das Zentrum Australiens.

 

Perth wird oft als die abgelegenste Millionenstadt der Welt bezeichnet, wohl nicht zu Unrecht, denn die nächste Stadt über 150000 Einwohner befindet sich mehrere Tausend Kilometer entfernt! Die Stadt liegt attraktiv an der Mündung des Swan Rivers in den Indischen Ozean und ist sehr lebenswert und wohlhabend. Auch was die Verteilung der Temperaturen und Niederschläge über das ganze Jahr betrifft ist Perth eine angenehme Stadt. In einem ruhigen Vorort besuchten wir die Christmette und bei einem ausgedehnten Picknick im Kings Park, dem Aussichtshügel über der Stadt, warteten wir am lauen Silvesterabend mit vielen Einheimischen auf den Jahreswechsel und das spektakuläre Feuerwerk. Wie überall in Australien sind historische Kolonialbauten kaum über hundert Jahre alt, sehr interessant fanden wir jedoch eine Sonderausstellung über Aborigenes Kultur im Museum für Western Australia. Weiter gehört zur Stadtbesichtigung von Perth noch ein Spaziergang durch den Hafen Fremantle - mit Fishand Chips bei Sonnenuntergang, versteht sich!

 

Die erste fünftägige Exkursion von Perth führte uns in die nördlich an der Coral Coast gelegenen Nationalparks: Der Pinnacles-Nambung Nationalpark hat unverwechselbare Steinsäulen inmitten einer Sandwüste zu bieten, der Kalbarri Nationalpark hingegen schroffe Küstenklippen und tief eingeschnittene Schluchten des Morrisson Rivers - und tolle Strände finden sich ohnedies überall.

 

Die zweite Rundreise brachte uns zum Südwestzipfel Australiens, der Margaret River Region: Eine Elegie aus tollen Surfstränden, wilden Kaps mit Leuchttürmen und sanften Hügeln mit Weinbau im Hinterland. Melanie versuchte sich mehrmals beim Surfen, hatte mit den sehr rauen Bedingungen jedoch ziemlich zu kämpfen. Die Region ist zu dieser Jahreszeit, den „großen Sommerferien" der australischen Schulkinder mit Familien aus dem heißen Norden des Bundesstaates überschwemmt: Campingplätze muss man tatsächlich reservieren, trotzdem ist man am Strand im Vergleich zu Europa herrlich einsam!

 

Am 19. Januar brachen Melanie und Werner der Südküste entlang Richtung Osten auf.

Erster Stopp Albany: Besichtigung des Hafens und einer historischen Walfangstation, die als Themenpark aufbereitet ist, dazu Naturwunder an der Steilküste: „Blow Hole", „The Gap", „Natural Bridge" - die Namen sprechen für sich!

 

Zweiter Stopp Esperance, 500 Kilometer weiter: Dort wurde tatsächlich zertifiziert, dass es sich um die schönsten und weißesten Strände Australiens handelt, besonders die Gegend um das Cape Le Grand (benannt nach einem wagemutigen französischen Seefahrer) ist an wilder Küstenromantik kaum zu überbieten: Von der Spitze des Frenchman Peak bietet sich ein herrlicher Rundblick!

 

Am 25. und 26. Januar stand die Durchquerung der treffend benannten Nullarbor Plains (übersetzt: „Baumlose Ebene") auf dem Programm: 1400 Kilometer durch das blanke Nichts, wenigstens blieben wegen Hochnebels die Temperaturen angenehm um 25 Grad Celsius. Melanie absolvierte auch die längste gerade Straße Australiens - 145 Kilometer ohne Biegung!

 

Vorgestern hatten wir ein besonderes Erlebnis: Ein Halbtagsausflug mit einem kleinen Boot zu einer Insel an der Baird Bay auf der Eyre Halbinsel in Südaustralien. Dort leben verschiedenste Vogelarten, Pelikane, Kormorane, etc. und eine Seelöwenkolonie. In ihrem natürlichen Umfeld kamen die Seelöwen zu unserem Boot geschwommen und spielten zwei Stunden mit uns sieben Touristen im Wasser! Auf dem Rückweg konnten wir noch ganz nahe an eine Delphinfamilie heranschwimmen, wegen des neugeborenen Delfinbabies zogen sie sich jedoch bald scheu zurück.

 

Heute, am 29. Januar ist ein Organisationstag angesagt - Wäsche waschen, Vorräte aufstocken, Ölstand und Reifendruck kontrollieren, mit der Heimat skypen. Und ab morgen machen wir uns auf den langen Weg in das heiße, staubige und sicherlich faszinierende rote Wüstenzentrum Australiens!

 

Diesmal grüßen Melanie und Werner in die Heimat - in der Hoffnung, beim nächsten Bericht bereits wieder zu dritt zu sein!

 

Galerie

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Kommentare

14. Februar 2012, 17:11 | Sophie Heil & Marlene Wick

Hallo Herr Prof. ! Tut und leid, dass wir erst jetzt schreiben, aber wir wollten Ihnen eigentlich schon gestern alles Gute zum Geburtstag wünschen :) Viel Spaß noch Ihnen und Ihrer Familie bei Ihrer Reise ! :) Kingt echt toll wo Sie sind :) Lg Fitschi und Marli (aus der früheren 4D, jetzt 5C)

14. Februar 2012, 17:12 | Sophie Heil & Marlene Wick

Hallo Herr Prof. ! Tut und leid, dass wir erst jetzt schreiben, aber wir wollten Ihnen eigentlich schon gestern alles Gute zum Geburtstag wünschen :) Viel Spaß noch Ihnen und Ihrer Familie bei Ihrer Reise ! :) Kingt echt toll wo Sie sind :) Lg Fitschi und Marli (aus der früheren 4D, jetzt 5C)

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