Es toenen die Lieder - Reisebericht von judittchen

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Es toenen die Lieder

Reisedatum: 10. September 2010 | in Ich bin dann mal weg! | 100 mal gelesen | Bericht kommentieren

Es tönen die Lieder,
der Frühling kehrt wieder.
Es spielet der Hirte,
auf seiner Schalmei:
la la la la la la la la a,
la la la la la la la la

Die Sonne scheint, alles blueht, ich kann den Fruehling riechen. Nicht mehr lange und es hoert auf so oft zu regnen, es wird noch waermer und alle dicken Winterklamotten werden verbannt.

Meine Kinder sind im Moment krank, was die Arbeit nicht gerade erleichtert. Immer ein bisschen weinerlich, mit laufenden Nasen und sehr anhaenglich. Also spielen wir ausgelassen, das Sleeping Game,auf den Boden legen, 2 Sekunden schlafen, und dann ist schon wieder ein neuer Tag (ungefaehr 100 mal), gehen in die Library, basteln und malen zuhause oder spielen im Garten oder auf einem der vielen Spielplaetze hier.

Tagsueber bin ich oft sehr gelangweilt, weil die Kinder sich gut mit sich selbst beschaeftigen koennen, oder weil ich einfach mental total unterfordert bin. Jetzt weiss ich auch warum alle Aupairs zunehmen, aus Langeweile isst man naemlich sehr gerne. Mitlerweile haenge ich schon freiwillig Waesche auf, fege, raeume auf und uebernehme mehr und mehr Verantwortung im Haushalt, weil ich dann wenigstens was tun kann.

Mein Ziel ist es, einen Englischtest zu machen, mit dem ich dann international studieren kann oder einfach auch zeigen kann, dass ich hier was gemacht habe. Leider ist Bildung eines der Exportprodukte Australiens (hat mir Jacqui erklaert) und es gibt fast nur ganztages Kurse, die auch noch unverschaemt teuer sind. Die Gebuehr fuer den Test ist in Neuseeland guenstiger und weil ich ja eh dorthin zurueck muss, um nach Hause zu fliegen, werde ich das wohl noch am Ende meiner Reise machen.

Achja. Ich lande am 3. Juni 2011 wieder in Deutschland, also bleiben mir noch 266 Tage fuer alle meine Reisen. Fuer die werde ich die naechsten Wochen anfangen kraeftig zu sparen. Taz, mein Gastvater, hat mir einen zweiten Nannyjob vermittelt, bei einer seiner Kolleginnen und gestern war ich in einem italienischen Restaurant, mit echter Steinofenpizza, Probearbeiten und darf auch dorthin wieder arbeiten kommen.

Jaa, soviel zu mir. Mir gehts immernoch sehr gut hier, auch wenn das Heimweh, oder besser gesagt, das Fernweh nach meinen Lieben in der weiten Welt immer mehr zunimmt,. Ich vermisse euch!

Eure Judith

 

 

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