Reisedatum: 10. April 2010 | in Motorradreise Marokko | 279 mal gelesen | Bericht kommentieren
Wir sind schon früh weggefahren, nämlich um 9 Uhr. Bei 10° fuhren wir auf die A75 bis nach Beziers. Ab da würde die Autobahn kostenpflichtig. Wir sind aber zu geizig und haben auch genügend Zeit, die Nationalstrasse zu fahren. Natürlich kommen wir nur langsam vorwärts. Die französischen Autofahrer weichen oft ganz nach rechts aus, damit man überholen kann. So zwingen sie einen manchmal richtiggehend. Da darf man keine Skrupel haben. Zweimal haben wir bei McDonald angehalten. Das erste Mal kehrten wir nach der Umfahrung von Beziers ein, da waren wir zwei Stunden unterwegs und ich verdrückter gleich einen Royal Delux. Um Kalorien zu sparen trank ich anstelle einer Cola nur ein Wasser. Der Kaffee war herrlich. Die zweite Pause muss irgendwo bei Perpignan gewesen sein. Da gabs dann Kaffee und ein Eis mit Caramel. Die Fahrt selbst war unspektakulär. Ab Beziers wurde es immer wärmer und 50 km vor Callela beim ersten Tankstop war Ausziehen angesagt. Die langen Unterhosen, der Winterpulli und die Handschuhe landeten in den Taschen und die neuen Sommerhandschuhe sahen das erste Licht der Reise.
Das Hotel Ameika in Calella war schnell gefunden, obwohl uns das GPS von der falschen Seite anfahren liess. Aber von einer Einbahnstrasse lassen wir uns nicht aufhalten. Das Hotel hat eine ganze Strassenseite für Motorräder freigehalten, schliesslich werden ungefähr 100 Maschinen erwartet. Wir waren viel zu früh, sodass wir bereits unser Zimmer beziehen und duschen konnten. Das Zimmer hat zwei grosse, zusammengestellte Betten, genügend Platz und eine Badewanne und eine sehr kleine Dusche und ein Bidet. Es ist Zimmer Nr. 323. An der Rezeption werden unsere Pässe einbehalten, was wir gar nicht schätzen, schliesslich ist das ein persönlicher Ausweis.
Nach der Dusche zogen wir gleich los, um Sonnencreme zu kaufen, die wir vergessen haben einzupacken. In einem kkleinen Mercado wollte die indische Verkäuferin 12 Euros, was wir viel zu teuer fanden. Schockiert wollten wir die Flasche Bébé Nivea Faktor 50 wieder zurück stellen. Da offerierte sie 10 Euros, worauf wir 8 Euros boten. Wir waren sofort begeistert bei der Sache und hätten überhaupt nicht erwartet, dass man handeln kann. Das ist eine gute Vorbereitung für Marokko, denke ich. Wir bekamen die Creme für 8 Euro. Ich finde es nicht schlecht, wenn wir mit unseren mageren Spanischkenntnissen den Preis um einen Drittel drücken können.
Um 17 Uhr sassen wir schon am Strand bei einem Glas Serveza für 2,50. Danach war eine Internetverbindung gefragt. Und wo gibts die fast immer? Genau, im McDonalds. Bald gehen wir zurück ins Hotel, um die anderen Reiseteilnehmer kennen zu lernen.