Nach der Ankunft am Bahnhof, sollte man sich von einer Rikscha bis zur Godaulia (Altstadt) fahren lassen. Am besten man nennt die Dashashwamedha als Ziel (ca. 20min von Bahnhof entfernt).
Durch die kleinen Gassen der Altstadt können die Rikschas nicht fahren. Von hier kann man zu Fuß zu dem gewünschten Hostel gelangen. Viele Hostels liegen am Ganges, so dass die Orientierung nicht sonderlich schwer fällt.
Achtung: Vorsicht ist bei plötzlichen Begleitern bei der Hostelsuche angesagt. Diese versuchen Backpacker in die verschiedensten, Provision zahlenden Hostels zu lotsen. Auch wenn man von diesen Schleppern im gewünschten Hostel abgegeben wird, sind oft hohe Zahlungen fällig.
Varanasi ist auf der rechten Seite des Ganges an einer Biegung, halbmondartig gelegen. Die Stadt gehört zu einer der ältesten (6.Jh. v. Chr.) ununterbrochen bewohnten Städte der Welt und genau bekommt man bei einem Besuch auch vermittelt.
Das Flussufer ist von den bekannten Steinstufen, den Gaths geprägt, welche für die rituelle Waschungen genutzt werden. Tausende Pilgerer, Touristen und EInwohner kann man hier den gesamten Tag beobachten.
Die Stadt ist einer der heiligsten Städte in Indien uns gilt seit jeher als ein Wallfahrtsort. Jeder Gläubige der in Varanai stirbt und verbrannt wird, erlangt sofort Erlösung. Aus diesen Grund trifft man in der Stadt viele ältere und kanke Menschen, die für die letzten Stunden hierher gekommen sind.
Für die Verbrennungen stehen in Varanasi mehrere spezielle Ghats zur Verfügung. Je nach Preis und Kastenzugehörigkeit kann man sich hier nach dem Tod verbrennen lassen.
Die Toten werden auf Scheiterhaufen verbrannt. Die Asche wird im Rahmen einer Zeremonie und unter Anleitung eines Brahmen die Asche in den Ganges. Das Holz für die Verbrennungen lagert zum trocknen hoch gestapelt in der nähe der Verbrennungsstätten. Das Holz wird extra für die Verbrennungen eingefahren uns ist sehr sehr teuer. Eine Verbrennung auf Sandelholz ist auch für europäische Verhältnisse nicht bezahlbar.
Achtung: Wenn man unbedingt Fotos von den Verbrennungen machen möchte, sollte man sich in Acht nehmen. Es wird sehr darauf geachten, dass die Toten "nicht gestöt" werden. Oft kommt eine große Gruppe der Arbeiter von den Scheiterhaufen und man wird unliebsam aufgefordert eine größere Summe zu zahlen. Auch hier haben sich die Touristen als Geldquelle offensichtlich bereits durchgesetzt.
Wie überall in Indien muss man sich auch hier vor Schleppern in acht nehmen. Hotels und Hostels zahlen teils sehr hohe Provisionen, die natürlich auf die Zimmerpreise aufgeschlagen werden.
Fast in der gesamten Stadt kann man sich mit der Fahrradrikscha vorwärtsbewegen. Für weitere Fahrten wie z.B. in das 10km entfernte Sarnath nutzt man die Motorrikscha.
Bei beiden Fortbewegungsmitteln muss der Preis unbedingt vorher ausgehandelt werden.